Rehabilitierung Wasserkraftwerk Perucica (Montenegro) (Inv.)

IATI Maßnahmen-ID
DE-1-200266981
Maßnahmenstatus
Beendet
Land / Region
Montenegro
Finanzierungsvolumen
€ 7.882.387,66
Kofinanzierter Betrag
€ 0,00
Gesamtausgaben/-auszahlungen
€ 7.882.387,66
Noch verfügbar
-
Finanzier
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
Finanzierungsart
Darlehen
Laufzeit
15.01.2004 - 13.03.2015
Startdatum
15.01.2004
Geplantes Enddatum
13.03.2015
Tatsächliches Enddatum
13.03.2015
Durchführungs- / Trägerorganisation
KfW Bankengruppe (KfW) (XM-DAC-5-2)
Trägerorganisation: Art
15
Umsetzungspartner
REPUBLIK MONTENEGRO
Sektoren übergeordnet
Energieerzeugung, erneuerbare Quellen
Sektoren untergeordnet
Wasserkraftwerke
Evaluierung
Ja
Zugehörige Dokumente
Für dieses Vorhaben gibt es keinen Eintrag in der Projektdatenbank. (Projektwebseite) URL: https://www.kfw-entwicklungsbank.de/Internationale-Finanzierung/KfW-Entwicklungsbank/Projekte/Projektdatenbank/index.jsp; Ex-post-Evaluierung (Evaluierung) URL: https://www.kfw-entwicklungsbank.de/PDF/Evaluierung/Ergebnisse-und-Publikationen/PDF-Dokumente-L-P/Montenegro_Wasserkraftwerk_2016_D.pdf; Ex post evaluation (Evaluierung) URL: https://www.kfw-entwicklungsbank.de/PDF/Evaluierung/Ergebnisse-und-Publikationen/PDF-Dokumente-L-P_EN/Montenegro_Wasserkraftwerk_2016_E.pdf
Aktuelle Datenversion vom
24.06.2026

Beschreibung

Neben der Unzuverlässigkeit der bestehenden Kraftwerksanlagen ist der Stromsektor Montenegros vor allem durch ein strukturelles Angebotsdefizit gekennzeichnet. Je nach zugrunde liegenden hydrologischen Bedingungen können etwa zwei Drittel der inländischen Nachfrage durch eigene Stromerzeugung befriedigt werden, darüber hinaus sind - relativ teure - Stromimporte notwendig. Das Hochdruckwasserkraftwerk Perucica verfügt über eine installierte Kapazität von 307 MW. Die mittlere Jahreserzeugung der bisherigen 42 Betriebsjahre betrug 845 GWh und entspricht damit rund 31 % der Binnenerzeugung. Die meisten Anlagen haben das Ende der technischen Lebensdauer erreicht und teilweise sogar weit überschritten.Ohne umfassende Rehabilitierung und Ersatzinvestitionen wird es in den kommenden Jahren zu Ausfällen ganzer Maschinensätze kommen, wobei Reparaturen wegen des dann erforderlichen Umfanges nicht mehr wirtschaftlich sind. Hinzu kommt, dass Ersatzteile aufgrund der veralteten Technologien in Zukunft nicht mehr beschafft werden können.Sonderprobleme im wasserbaulichen Bereich haben die Kraftwerksleitung veranlasst, den Kraftwerksbetrieb auf eine maximale Leistung von 285 MW zu begrenzen. Bisher haben weder umfangreiche Messungen noch Studien und Berechnungen verschiedener Sachverständiger die Ursachen der Probleme und geeignete Maßnahmen zu deren Beseitigung zuverlässig identifizieren können.Ziel des Projektes ist es, einen Beitrag zu einer zuverlässigen, kostengünstigen und ökologisch verträglichen Energieversorgung in Montenegro zu leisten. Als Ergebnis der Rehabilitierung wird ein voll funktionsfähiges Kraftwerk erwartet, das für mindestens weitere 25 Jahre bei einer Gesamtleistung bis zu 285 MW und einer Zeitverfügbarkeit von mindestens 95 % betrieben werden kann.Das Vorhaben umfasst unter anderem den Ersatz der Erregermaschinen, den Einbau von elektrischen Bremssystemen für die Maschinensätze, die Rehabilitierung der Eigenstromversorgung sowie den Einbau neuer digitaler Steuer-, Mess- und Schutzeinrichtungen. Parallel zu diesen Rehabilitierungsarbeiten und den dazu notwendigen Consultantleistungen wird im Rahmen der Begleitmaßnahme eine Feasibility-Studie erstellt, um die zur Aufhebung der Leistungsbegrenzung notwendigen Investitionen zu identifizieren. Für diese Begleitmaßnahme wurde 2008 die Firma Lahmeyer-International ausgewählt. Für einen Modellversuch (In-Situ-Test) wurden zusätzliche SBF-Mittel (235.000 EUR) bereitgestellt. Der Modellversuch wurde 2010 vom.Die wichtigsten Komponenten des 1960 in Betrieb genommenen Wasserkraftwerks Perucica befinden sich am Ende ihrer technischen Lebensdauer und müssen dringend überholt bzw. erneuert werden. Besonders dringlich ist die Rehabilitierung und Modernisierung der elektrotechnischen Ausrüstung der Maschinensätze 1 - 4 sowie ihrer Hilfsanlagen, die als Phase I finanziert werden. Parallel dazu soll im Rahmen einer Begleitmaßnahme der Träger bei Untersuchungen unterstützt werden, durch die Maßnahmen zur Aufhebung der bestehenden Leistungsbegrenzung auf 285 MW für eine mögliche Phase II des Vorhabens identifiziert werden können.Zielgruppe des Vorhabens sind alle an das Stromnetz angeschlossenen Verbraucher Montenegros.Die Gesamtkosten belaufen sich in Phase I auf rd. EUR 17 Mio. Hiervon werden ca. EUR 8,5 Mio. als Haushaltsmittelzuschuss bzw. ungebundener Finanzkredit (UFK) gewährt, während der Träger ca. EUR 8,4 Mio. Eigenbeitrag zu leisten hat. Empfänger ist die Republik Montenegro, vertreten durch das Finanzministerium, das die Mittel an den Träger EPCG weiterleitet.Sowohl das Gesamtrisiko als auch die Beeinflussbarkeit der FZ-Maßnahme werden als mittel eingestuft.