Arm Lake Arpi - Ökoregionales Programm

IATI Maßnahmen-ID
DE-1-200365411
Maßnahmenstatus
Beendet
Land / Region
Armenien
Finanzierungsvolumen
€ 2.200.000,00
Kofinanzierter Betrag
€ 0,00
Gesamtausgaben/-auszahlungen
€ 2.200.000,00
Noch verfügbar
-
Finanzier
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
Finanzierungsart
Zuschuss
Laufzeit
18.04.2005 - 06.04.2017
Startdatum
18.04.2005
Geplantes Enddatum
06.04.2017
Tatsächliches Enddatum
06.04.2017
Durchführungs- / Trägerorganisation
KfW Bankengruppe (KfW) (XM-DAC-5-2)
Trägerorganisation: Art
15
Umsetzungspartner
REPUBLIK ARMENIEN
Sektoren übergeordnet
Umweltschutz allgemein
Sektoren untergeordnet
Biodiversität
Evaluierung
Nein
Zugehörige Dokumente
Für dieses Vorhaben gibt es keinen Eintrag in der Projektdatenbank. (Projektwebseite) URL: https://www.kfw-entwicklungsbank.de/Internationale-Finanzierung/KfW-Entwicklungsbank/Projekte/Projektdatenbank/index.jsp
Aktuelle Datenversion vom
24.06.2026

Beschreibung

Die Maßnahme ist als Teil des Ökoregionalen Naturschutzprogramm Südkaukasus (Phase 1) konzipiert. Die Phase beinhaltet 3 Komponenten in Armenien, Aserbaidschan und Georgien mit dem Ziel der Einrichtung von Nationalparks, sowie der Schaffung eines alle 3 Länder übergrei-fenden Sekretariats (Transboundary Joint Secretariat, TJS) finanziert aus dem SFF. Das entwicklungspolitische Oberziel ist auf einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität und zum Konfliktabbau und Krisenprävention in der Ökoregion südlicher Kaukasus ausgerichtet. Die Re-duktion des Nutzungsdrucks sowie die Unterstützung und Weiterentwicklung eines ökoregiona-len Leitbildes sind Programmziele, die durch die Einzelmaßnahmen umgesetzt werden.Das deutsche EZ Engagement in Armenien ist auf die Lake Arpi Region (auch: Javakj) ausge-richtet, einem Hochplateau im Grenzgebiet von Armenien und Georgien. Auf georgischer Seite unterstützt die FZ ein komplementäres Vorhaben, mit dem Ziel den Schutz das grenzübergrei-fende Ökosystems sicherzustellen. Die dortigen Bergsteppen und Almen sind einzigartig im Kaukasus, die Seen und Feuchtgebiete dienen als Brutgebiete für zahlreiche Vogelarten. Der Arpisee in Armenien wurde zwar als RAMSAR-Gebiet ausgewiesen, zum Zeitpunkt der Projekt-prüfung gab es aber noch keinen legalen Schutzstatus dieser Gebiete. Durch den Ausbau der Bewässerung und Beweidung ist der Nutzungsdruck sehr groß. Die Bevölkerung konnte in der Regel keine über die Subsistenzwirtschaft hinausgehende wirtschaftliche Existenz aufbauen. Da ein Großteil der Region über 2000 m liegt ist die Zugänglichkeit im Winter stark eingeschränkt. Die Straßeninfrastruktur ist unzureichend und eine Tourismusinfrastruktur existiert nicht.Die Maßnahme im armenischen Lake Arpi Gebiet fokussiert sich auf 3 Ergebnisse: (1) Einrich-tung eines armenischen Nationalparks mit einer Fläche von bis zu 27.000 ha und Schaffung einer geeigneten Managementstruktur: Dazu werden die Grenzen der Parks festgelegt und die-ser mit entsprechender Infrastruktur ausgestattet, Betriebspläne erarbeitet und implementiert sowie Umweltbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen umgesetzt. (2): Das Schutzgebiet soll über eine von einer PIU zu initiierenden partizipativen Landnutzungsplanung in die allgemeine Landnutzungsplanung der umliegenden Gemeinden integriert werden, um Nutzungskonflikte zu minimieren und eine breite Akzeptanz bei Bevölkerung und Regionalverwaltung zu erreichen. Im Rahmen der Landnutzungsplanung werden auch Details für ein Trägerzonenförderprogramme festgelegt. (3): Durch einen transnationalen Koordinierungsausschuss sollen sich die Akteure des georgischen und armenischen Nationalparks abstimmen. Durch die Einrichtung eines län-derübergreifenden Sekretariats im Rahmen des Programms soll sichergestellt werden, dass die Einzelmaßnahmen des Programms sowohl logistisch als auch konzeptionell unterstützt, zum anderen die Idee einer länderübergreifenden Raum- und Landnutzungsplanung verbreitet und Lösungen zur Sicherung der finanziellen Nachhaltigkeit der Nationalparks etabliert werden.Die Zielgruppe des Programms ist die ländliche, überwiegend arme Bevölkerung im Javakheti Gebiet.Projektdurchführende Stelle ist das Ministry of Nature Protection of Armenia (MoNP), der WWF D unterstützt das Ministerium bei der Umsetzung des Vorhabens als Consultant. Die Maßnahme in Armenien wird mit 2,2 Mio. € Zuschuss über einen geplanten Zeitraum von 3 Jahren geför-dert. Die politischen Risiken, die eine Zusammenarbeit auf regionaler Ebene gefährden können wurden bei Projektprüfung als besonders groß angesehen. Zusätzliche Risiken ergaben sich durch eine mangelnde Akzeptanz der Maßnahme durch die lokale Bevölkerung, die durch eine partzipative Landnutzungsplanung und durch ein Support Zonen Programm gemindert werden sollen.