Javakhethi - Ökoregionales Programm
- IATI Maßnahmen-ID
- DE-1-200365429
- Maßnahmenstatus
- Beendet
- Land / Region
- Georgien
- Finanzierungsvolumen
- € 2.250.000,00
- Kofinanzierter Betrag
- € 0,00
- Gesamtausgaben/-auszahlungen
- € 2.250.000,00
- Noch verfügbar
- -
- Finanzier
- Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
- Finanzierungsart
- Zuschuss
- Laufzeit
- 06.03.2006 - 06.04.2017
- Startdatum
- 06.03.2006
- Geplantes Enddatum
- 06.04.2017
- Tatsächliches Enddatum
- 06.04.2017
- Durchführungs- / Trägerorganisation
- KfW Bankengruppe (KfW) (XM-DAC-5-2)
- Trägerorganisation: Art
- 15
- Umsetzungspartner
- REPUBLIK GEORGIEN
- Sektoren übergeordnet
- Umweltschutz allgemein
- Sektoren untergeordnet
- Biodiversität
- Evaluierung
- Nein
- Zugehörige Dokumente
- Für dieses Vorhaben gibt es keinen Eintrag in der Projektdatenbank. (Projektwebseite) URL: https://www.kfw-entwicklungsbank.de/Internationale-Finanzierung/KfW-Entwicklungsbank/Projekte/Projektdatenbank/index.jsp
- Aktuelle Datenversion vom
- 24.06.2026
Beschreibung
Die Maßnahme ist als Teil des offenen Ökoregionalen Naturschutzprogramm Südkaukasus (Phase 1) konzipiert. Die Phase beinhaltet 3 Komponenten in Armenien, Aserbaidschan und Georgien mit dem Ziel der Einrichtung von Nationalparks, sowie der Schaffung eines alle 3 Länder übergreifenden Sekretariats (Transboundary Joint Secretariat, TJS) finanziert aus dem SFF. Das entwicklungspolitische Oberziel ist auf einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität und zum Konfliktabbau und Krisenprävention in der Ökoregion südlicher Kaukasus ausgerichtet. Die Re-duktion des Nutzungsdrucks sowie die Unterstützung und Weiterentwicklung eines ökoregiona-len Leitbildes sind Programmziele, die durch die Einzelmaßnahmen umgesetzt werden.Das deutsche EZ Engagement in Georgien ist auf die Javakheti Region ausgerichtet, einem Hochplateau im Grenzgebiet von Georgien und Armenien. Auf armenischer Seite unterstützt die FZ ein komplementäres Vorhaben, mit dem Ziel den Schutz grenzübergreifend sicherzustellen. Die dortigen Bergsteppen und Almen sind einzigartig im Kaukasus, die Seen und Feuchtgebiete sind wichtige Brutgebiete. Obgleich einige Seen im georgischen Teil als RAMSAR-Gebiet vor-geschlagen wurden, existiert bislang noch kein legaler Schutzstatus für diese Gebiete. Durch den Ausbau der Bewässerung und Beweidung ist der Nutzungsdruck hoch, auch wenn aus dem georgischen Javakheti Gebiet bis zu 10% der Bevölkerung in der letzten Dekade emigrierten. Die Bevölkerung konnte in der Regel keine über die Subsistenzwirtschaft hinausgehende wirt-schaftliche Existenz aufbauen. Da ein Großteil der Region über 2000 m liegt ist die Zugänglich-keit im Winter stark eingeschränkt. Die Straßeninfrastruktur ist unzureichend und eine Touris-musinfrastruktur existiert nicht. Die Maßnahme im georgischen Javakheti Gebiet fokussiert sich auf 3 Ergebnisse: (1) Einrichtung eines Nationalparks im Javakheti Gebiet mit einer Fläche von 20.000 ha und Schaffung einer geeigneten Managementstruktur: Dazu werden die Grenzen der Parks festgelegt und die-ser mit entsprechender Infrastruktur ausgestattet, Betriebspläne erarbeitet und implementiert, sowie Umweltbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen umgesetzt. (2) Das Schutzgebiet soll über eine von einer PIU zu initiierenden partizipativen Landnutzungsplanung in die allgemeine Landnutzungsplanung der umliegenden Gemeinden integriert werden, um Nutzungskonflikte zu minimieren und eine breite Akzeptanz bei Bevölkerung und Regionalverwaltung zu erreichen. Im Rahmen der Landnutzungsplanung werden auch Details für ein Trägerzonenförderprogramme festgelegt. (3) Durch einen transnationalen Koordinierungsausschuss sollen sich die Akteure der georgischen und armenischen Nationalparks abstimmen. Durch die Einrichtung eines län-derübergreifenden Sekretariats (TJS) im Rahmen des Programms soll sichergestellt werden, dass die Einzelmaßnahmen des Programms sowohl logistisch als auch konzeptionell unter-stützt, zum anderen die Idee einer länderübergreifenden Raum- und Landnutzungsplanung ver-breitet und Lösungen zur Sicherung der finanziellen Nachhaltigkeit der Nationalparks etabliert werden.Die Zielgruppe des Programms ist die ländliche, überwiegend arme Bevölkerung im Gebiet.Projektdurchführende Stelle in Georgien ist das Ministry of Environment and Nature Resources Protection (MENRP) sowie das State Department of Protected Areas (DPA, jetzt APA). Der WWF D unterstützt das Ministerium bei der Umsetzung des Vorhabens als Consultant. Die Maßnahme in Georgien wird mit 2,25 Mio. € Zuschuss über einen geplanten Zeitraum von 3 Jahren gefördert. Die politischen Risiken, die eine Zusammenarbeit auf regionaler Ebene ge-fährden können wurden bei Projektprüfung als besonders groß angesehen. Zusätzliche Risiken ergaben sich durch eine mangelnde Akzeptanz der Maßnahme durch die lokale Bevölkerung, die durch eine partzipative Landnutzungsplanung und durch ein Support