Rehab. von Einrichtungen der kommunalen Infrastruktur in Batumi (VP) (BM)

IATI Maßnahmen-ID
DE-1-200470484
Maßnahmenstatus
Beendet
Land / Region
Georgien
Finanzierungsvolumen
€ 1.055.645,94
Kofinanzierter Betrag
€ 0,00
Gesamtausgaben/-auszahlungen
€ 1.055.645,94
Noch verfügbar
-
Finanzier
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
Finanzierungsart
Zuschuss
Laufzeit
17.11.2006 - 03.02.2014
Startdatum
17.11.2006
Geplantes Enddatum
03.02.2014
Tatsächliches Enddatum
03.02.2014
Durchführungs- / Trägerorganisation
KfW Bankengruppe (KfW) (XM-DAC-5-2)
Trägerorganisation: Art
15
Umsetzungspartner
REPUBLIK GEORGIEN
Sektoren übergeordnet
Wasser und Abwasser/Abfallentsorgung
Sektoren untergeordnet
Wasser- und Sanitärversorgung und Abwassermanagement - große Systeme
Evaluierung
Nein
Zugehörige Dokumente
Für dieses Vorhaben gibt es keinen Eintrag in der Projektdatenbank. (Projektwebseite) URL: https://www.kfw-entwicklungsbank.de/Internationale-Finanzierung/KfW-Entwicklungsbank/Projekte/Projektdatenbank/index.jsp
Aktuelle Datenversion vom
24.06.2026

Beschreibung

Batumi ist die Hauptstadt der teilautonomen Republik Adjarien. Sie liegt im Südwesten Georgiens am Schwarzen Meer und hat circa 124.000 Einwohner. Die Wasserver- und -entsorgungssysteme der Stadt befinden sich in einem sehr schlechten Zustand und genügen den heutigen Anforderungen nicht: Die Wasserversorgung der Stadt Batumi erfolgt zum großen Teil über den Einsatz elektrischer Hauspumpen, was einen hohen Energieverbrauch und entsprechende Kosten verursacht. Zahlreiche Leckagen in den Wasserverteilungsnetzen führen zu massiven Wasserverlusten und treiben damit die Kosten zusätzlich in die Höhe. Als Quelle der Wasserentnahme dient vornehmlich der nahe gelegenen Fluss Chakvi, wobei bei den häufig auftretenden Regenfällen diese Hauptversorgung wegen der dann bedenklichen und den Verbrauchern nicht zumutbaren Wasserqualität abgestellt werden muss. Die vorhandene Pumpkapazität aus dem stadtnahen Brunnenfeld reicht in diesen Fällen nur für einen geringen Teil der Bevölkerung aus. Insbesondere in höher liegenden Stadtteilen ist dann die Versorgung längerfristig unterbrochen. Die Abwasserableitung erfolgt über ein marodes Kanalnetz, in dem das gesamte Abwasser aufgrund des flachen Geländes zum ca. 7 km entfernten Kläranlagengelände gepumpt werden muss. Die ebenfalls mit sehr geringem Gefälle verlegten Regenwasserkanäle münden direkt in das Schwarze Meer. Als Konsequenz der geringen Neigung sowie der mangelnden Wartung und Instandhaltung werden bei stärkeren Regenfällen ca. 30% des gesamten Stadtgebietes durch das mit Abwasser vermischte Regenwasser überflutet, worin eine erhebliche Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung besteht. Eine Abwasserreinigung findet nicht statt, sondern sämtliche Schmutzfrachten werden derzeit ungereinigt in das Schwarze Meer geleitet. Das Vorhaben hat die kontinuierliche Versorgung der Bevölkerung Batumis mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser sowie die Sicherstellung einer umweltgerechten und hygienisch unbedenklichen Entsorgung und Reinigung des Abwassers zum Ziel. Es soll die Lebensbedingungen der Stadtbevölkerung verbessern und zu einer nachhaltigen und umweltgerechten Stadtentwicklung beitragen.Das Gesamtprogramm ist in drei Investitionsphasen unterteilt. Die erste Phase des Programms konzentriert sich auf den Altstadtbereich von Batumi und ist auf die qualitative und quantitative Verbesserung der Wasserver- und Abwasserentsorgungssituation der dort lebenden Bevölkerung ausgerichtet. In der zweiten und dritten Phase wird die Rehabilitierung schrittweise auf weitere Versorgungsgebiete ausgeweitet. Zudem sind eine Erhöhung der Systemkapazität und Maßnahmen der Abwasserreinigung vorgesehen. Der Beginn der jeweils nächsten Phase ist an die Erfüllung bestimmter technischer, finanzieller und administrativer Voraussetzungen geknüpft, wodurch der nachhaltige Betrieb der rehabilitierten Anlagen sichergestellt werden soll. Die einzelnen Phasen wurden daher auch so konzipiert, dass sie jeweils in sich abgeschlossen, technisch und wirtschaftlich sowie entwicklungspolitisch sinnvoll sind.Das Projekt begleiten Maßnahmen zur Qualifizierung der Stadtverwaltung von Batumi (Projektträger) sowie des örtlichen Wasserversorgungsunternehmens in technischen und organisatorischen Belangen. Hinzu kommen Maßnahmen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, die auf die Bevölkerung ausgerichtet sind, um deren Akzeptanz für die Einführung von verbrauchabhängigen und kostendeckenden Wassergebühren zu erhöhen und sie für einen sparsameren Umgang mit der Ressource Wasser zu sensibilisieren.