Tropenwaldschutz II

IATI Maßnahmen-ID
DE-1-200865444
Maßnahmenstatus
Beendet
Land / Region
Guyana
Finanzierungsvolumen
€ 5.000.000,00
Kofinanzierter Betrag
€ 0,00
Gesamtausgaben/-auszahlungen
€ 5.000.000,00
Noch verfügbar
-
Finanzier
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
Finanzierungsart
Zuschuss
Laufzeit
10.09.2009 - 05.12.2019
Startdatum
10.09.2009
Geplantes Enddatum
05.12.2019
Tatsächliches Enddatum
05.12.2019
Durchführungs- / Trägerorganisation
KfW Bankengruppe (KfW) (XM-DAC-5-2)
Trägerorganisation: Art
15
Umsetzungspartner
KOOPERATIVE REPUBLIK GUYANA
Sektoren übergeordnet
Umweltschutz allgemein
Sektoren untergeordnet
Biodiversität
Evaluierung
Nein
Zugehörige Dokumente
Für dieses Vorhaben gibt es keinen Eintrag in der Projektdatenbank. (Projektwebseite) URL: https://www.kfw-entwicklungsbank.de/Internationale-Finanzierung/KfW-Entwicklungsbank/Projekte/Projektdatenbank/index.jsp
Aktuelle Datenversion vom
24.06.2026

Beschreibung

Guyana liegt im Kernbereich eines weltweit einzigartigen Naturraums, des sog. Guiana Shield. Diese Region erstreckt sich vom östlichen Kolumbien über Venezuela bis nach Französisch-Guyana und verfügt mit insgesamt etwa 500.000 km2 über einen der weltweit größten, weitgehend intakten Tropenwaldkomplexe. Zum einen weist das Guiana Shield einen hohen Grad biologischer Vielfalt auf, zum anderen stellt es ein wichtiges Wassereinzugsgebiet für den Nordteil des Amazonasbeckens dar. Guyana beheimatet rund 70 Arten, die auf der roten Liste der gefährdeten Arten der International Union for Conservation of Nature (IUCN) stehen. Das Vorhaben war Teil des FZ-Programms Guyana Protected Areas System (GPAS) und stellte ein Anschlussvorhaben an die 2102 abgeschlossene Phase I (GPAS I) dar. Die Durchführung der Phase II (GPAS II) erfolgte ab März 2012 und hatte zum Ziel, einen ordnungsgemäßen und nachhaltigen Betrieb des Schutzgebietesystems in Guyana sicherzustellen (Projektziel). Ziel der seit Mitte 2018 laufenden Phase III (GPAS III) ist, einen Beitrag zur Stärkung des Managements ausgewählter Schutzgebiete und des Nationalen Schutzgebietssystems zu leisten und Kommunen in der Landnutzungsplanung im Umland der Schutzgebiete unterstützen. Das Programm soll damit einen Beitrag zum Schutz der Biodiversität und der global bedeutsamen Ökosysteme Guyanas sowie zu verbesserten Lebensbedingungen der Bevölkerung im Kontext der Schutzgebiete leisten (Oberziel).Die unmittelbare Zielgruppe des Vorhabens waren die Bevölkerung in den bestehenden und geplanten Schutzgebieten sowie der Anrainerzonen, die überwiegend aus indigenen Gemeinschaften besteht. Mittelbare Zielgruppe waren die für das Management der Schutzgebiete verantwortlichen Mitarbeiter. Der Träger des Vorhabens war das Ministry of Natural Ressources and Environment (MNRE), die operative Durchführung erfolgte, wie bereits in Phase I, durch die Environmental Protection Agency (EPA), als Implementing Agency. Für die Einrichtung und das Management des Stiftungsfonds (Komponente 2) war nach einer Übergangsperiode ab 2014 der neu geschaffene Protected Areas Trust (PAT) zuständig.Das Vorhaben umfasste zwei Komponenten: 1) Investitionsmaßnamen in den Schutzgebieten Kaieteur National Park (KNP) und Shell Beach Protected Area (SBPA) sowie den Ausbau und die Einrichtung des Verwaltungsgebäudes der für das Management des Schutzgebietesystems neu gegründeten Protected Areas Commission (PAC) und 2) die Einrichtung und Kapitalisierung eines Stiftungsfonds (Protected Areas Trust Fund PATF). Die Durchführung des Vorhabens erfolgte im Zeitraum März 2012 bis Ende 2019. Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf 5,1 Mio. EUR. Der Finanzierungsanteil der FZ beträgt 5,0 Mio. EUR. Ein inhaltlicher Zusammenhang bestand zu Aktivitäten internationaler NGOs (Conservation International, WWF) und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF).Im Rahmen des GPAS hat die deutsche Finanzielle Zusammenarbeit bisher entscheidende Beiträge zur Entwicklung und Stärkung des nationalen Schutzgebietesystems in Guyana geleistet. Wichtige Aspekte sind in diesem Kontext die Unterstützung und Formulierung eines Schutzgebietsgesetzes (Protected Areas Act), das 2011 verabschiedet wurde, die Einrichtung zwei neuer Schutzgebiete (Shell Beach Protected Area, Kanuku Mountains Protected Area), die Formulierung von Managementplänen für diese neuen Schutzgebiete, die Verbesserung der Infrastruktur und Ausstattung der bestehenden Schutzgebiete, Förderung der indigenen Anrainerbevölkerung, sowie die Einrichtung und Kapitalisierung eines Stiftungsfonds (Protected Areas Trust Fund), mit Unterstützung und Beteiligung der NGO Conservation International (CI).