Beitrag zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung von Damaskus - Schutz des Figeh-Quellsystems

IATI Maßnahmen-ID
DE-1-200920884
Maßnahmenstatus
Beendet
Land / Region
Syrien, Arabische Republik
Finanzierungsvolumen
€ 1.000.000,00
Kofinanzierter Betrag
€ 0,00
Gesamtausgaben/-auszahlungen
€ 997.229,84
Noch verfügbar
€ 2.770,16
Finanzier
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
Finanzierungsart
Zuschuss
Laufzeit
22.04.2009 - 09.04.2014
Startdatum
22.04.2009
Geplantes Enddatum
31.12.2013
Tatsächliches Enddatum
09.04.2014
Durchführungs- / Trägerorganisation
Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) (XM-DAC-5-BGR)
Trägerorganisation: Art
15
Umsetzungspartner
MLAE (Ministry of Local Administration & Environment)
Sektoren übergeordnet
Wasser und Abwasser/Abfallentsorgung
Sektoren untergeordnet
Wasser- und Sanitärversorgung und Abwassermanagement - große Systeme
Evaluierung
Nein
Zugehörige Dokumente
-
Aktuelle Datenversion vom
24.06.2026

Beschreibung

Das Figeh-Quellsystem entspringt im mittleren Barada-Flußtal und produziert rund zwei Drittel der Wasserversorgung der Stadt Damaskus. In den letzten Jahren hat die Bevölkerung der Dörfer im mittleren Barada-Flußtal immer weiter zugenommen. Die Abwässer werden dezentral im wasserdurchlässigen Untergrund (verkarstete Kalksteine) entsorgt und führen seit dem Jahr 2006 zu einer mikrobiologischen Verschmutzung der Figeh-Quellen während der niederschlagsarmen Jahreszeit. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung von Damaskus/Syrien ist vorgesehen, eine geologisch-hydrogeologische Studie im Einzugsgebiet des Figeh-Quellsystems durchzuführen, um die Ursachen für die Verunreinigung des Grundwassers zu klären und zu lokalisieren. In dieser Betrachtung wird auch die Überprüfung der aus dem Grundwasserleiter nachhaltig nutzbaren Wassermenge eine wichtige Rolle spielen. Die Figeh-Quellen werden mit Spezialverfahren durch externe Experten beprobt, um einerseits Art und Menge der Inhaltsstoffe der mikrobiologischen Verschmutzung zu bestimmen und andererseits die Herkunft dieser Verschmutzung einzugrenzen. Es soll versucht werden, die Menge der Grundwasserneubildung und die Verweilzeit des Grundwassers genauer zu bestimmen. Diese Daten sind notwendig für die Bewertung, ob in Zukunft zusätzliche Grundwassermengen aus dem Figeh-Einzugsgebiet gefördert werden können. Es werden hoch auflösende Satellitenbilder beschafft und ausgewertet mit der Zielsetzung, (a) Strukturen zu lokalisieren, in denen verschmutztes Oberflächenwasser in den Untergrund schnell und ungefiltert versickert und somit die Grundwasserqualität gefährdet, (b) die aktuelle Landnutzung und potentielle Verschmutzungsquellen zu kartieren und (c) die genauen Grenzen des Wassereinzugsgebietes der Figeh-Quellen zu bestimmen. Feldarbeiten werden diese Arbeiten ergänzen und dazu beitragen, das Gefährdungspotenzial genauer zu bewerten.