Förderung der Qualitätsinfrastruktur zur Unterstützung der Verbrauchs- und Qualitätsmessung von Trinkwasser
- IATI Maßnahmen-ID
- DE-1-201121888
- Maßnahmenstatus
- Beendet
- Land / Region
- Bolivien, Plurinationaler Staat
- Finanzierungsvolumen
- € 500.000,00
- Kofinanzierter Betrag
- € 0,00
- Gesamtausgaben/-auszahlungen
- € 499.375,87
- Noch verfügbar
- € 624,13
- Finanzier
- Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
- Finanzierungsart
- Zuschuss
- Laufzeit
- 01.10.2012 - 31.01.2016
- Startdatum
- 01.10.2012
- Geplantes Enddatum
- 31.08.2015
- Tatsächliches Enddatum
- 31.01.2016
- Durchführungs- / Trägerorganisation
- Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) (XM-DAC-5-PTB)
- Trägerorganisation: Art
- 15
- Umsetzungspartner
- Ministry of Productive Development and Plural Economy
- Sektoren übergeordnet
- Wasser und Abwasser/Abfallentsorgung
- Sektoren untergeordnet
- Wassersektorpolitik und -verwaltung
- Evaluierung
- Nein
- Zugehörige Dokumente
- -
- Aktuelle Datenversion vom
- 24.06.2026
Beschreibung
Die politische Staatsverfassung Boliviens legt fest, dass der Zugang zu Wasser- und Sanitärversorgung ein fundamentales und universelles Menschenrecht ist. Die leitende Rolle bei der Wasserversorgung wird beim Staat angesiedelt. Die Wahrnehmung der staatlichen Funktionen zur Wasserversorgung wird durch unklare Definitionen der Kompetenzen, häufige Personalwechsel, schlechte Personalausstattung und unzureichende Infrastruktur der Institutionen behindert. Dies schlägt sich auch in der Überwachung der Trinkwasserqualität und der Verbrauchsmessung von Trinkwasser nieder. Der überwiegende Teil der rund 28.000 Wasserversorger in Bolivien verfügt über keine Prüflaboratorien oder kann wenige der festgelegten Basisparameter selber kontrollieren. Dort wo Qualitätsanalysen stattfinden, ist deren Zuverlässigkeit und Vergleichbarkeit meist nicht gegeben. Hieraus ergibt sich eine für die Gesundheit der Bevölkerung kritische Situation. Die zur Verbesserung notwendigen verlässlichen Daten zu Wasserentnahme und –verbrauch können die meisten Wasserversorger aufgrund fehlender oder ungenauer Verbrauchsmessung nur schätzen. Vor diesen Hintergrund kommt den Dienstleistungen der Qualitätsinfrastruktur in den Bereichen Trinkwasseranalyse und Verbrauchsmessung eine entscheidende Rolle zu. Die Institutionen der Qualitätsinfrastruktur können die notwendigen Angebote jedoch aufgrund fehlender technischer, personeller und institutioneller Kapazität bisher nicht sicherstellen (Kernproblem).