Förderung der Qualitätsinfrastruktur zur Unterstützung der Verbrauchs- und Qualitätsmessung von Trink- und Abwasser

IATI Maßnahmen-ID
DE-1-201520378
Maßnahmenstatus
Beendet
Land / Region
Bolivien, Plurinationaler Staat
Finanzierungsvolumen
€ 1.000.000,00
Kofinanzierter Betrag
€ 0,00
Gesamtausgaben/-auszahlungen
€ 980.925,14
Noch verfügbar
€ 19.074,86
Finanzier
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
Finanzierungsart
Zuschuss
Laufzeit
01.01.2016 - 31.08.2019
Startdatum
01.01.2016
Geplantes Enddatum
01.12.2018
Tatsächliches Enddatum
31.08.2019
Durchführungs- / Trägerorganisation
Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) (XM-DAC-5-PTB)
Trägerorganisation: Art
15
Umsetzungspartner
Ministry of Productive Development and Plural Economy
Sektoren übergeordnet
Wasser und Abwasser/Abfallentsorgung
Sektoren untergeordnet
Wassersektorpolitik und -verwaltung
Evaluierung
Nein
Zugehörige Dokumente
-
Aktuelle Datenversion vom
24.06.2026

Beschreibung

Die Wasserversorgung hat in Bolivien hohe politische Priorität. Dies drückt sich in dem ehrgeizigen Ziel der Agenda Patriótica 2025 aus, die eine 100%ige Wasserver- und Abwasserentsorgung der Bevölkerung bis zum Jahr 2025 vorsieht. 2014 lag der Deckungsgrad für die Trinkwasserversorgung bei 82%, die der Sanitärinfrastruktur bei 57%. Ein integriertes Abwassermanagement befindet sich jedoch erst im Aufbau, so werden lediglich 30% der häuslichen Abwässer gereinigt. Unabhängig von der fortschreitenden Versorgung der Bevölkerung mittels Trinkwassersystemen, bleiben die Sicherstellung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit des Trinkwassers sowie die Überprüfung der Qualität der Abwässer zentrale Herausforderungen des Wassermanagements. Hier kommt den Dienstleistungen der Qualitätsinfrastruktur (QI) in den Bereichen Trink- und Abwasser-analyse sowie Verbrauchsmessung eine entscheidende Rolle zu. In den letzten Jahren haben die Institutionen der Qualitätsinfrastruktur (das nationale Metrologieinstitut, die Akkreditierungsstelle so-wie das Normungsinstitut), gemeinsam mit anderen Akteuren des Sektors, die Qualitätssicherung im Trinkwasserbereich erhöht und die vorhandenen Kapazitäten gestärkt. Bisher wenden jedoch nur wenig der Wasserversorgungsunternehmen (WVU) qualitätssichernde Praktiken an. Wenige verfügen über akkreditierte Prüflaboratorien, von denen die meisten nicht alle fünf Basisparameter der bolivianischen Trinkwassernorm NB 512 kontrollieren können.