CAR - Ländliches Umweltregister in Amazonien

IATI Maßnahmen-ID
DE-1-201521301
Maßnahmenstatus
Laufend
Land / Region
Brasilien
Finanzierungsvolumen
€ 29.873.803,95
Kofinanzierter Betrag
€ 18.773.803,95
Gesamtausgaben/-auszahlungen
€ 10.936.717,80
Noch verfügbar
€ 18.937.086,15
Finanzier
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
Finanzierungsart
Zuschuss
Laufzeit
01.12.2016 - 29.05.2026 (geplant)
Startdatum
01.12.2016
Geplantes Enddatum
29.05.2026
Tatsächliches Enddatum
-
Durchführungs- / Trägerorganisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH (XM-DAC-5-52)
Trägerorganisation: Art
15
Umsetzungspartner
Ministério do Meio Ambiente
Sektoren übergeordnet
Umweltschutz allgemein
Sektoren untergeordnet
Umweltpolitik und -verwaltung
Evaluierung
Nein
Zugehörige Dokumente
Land and Environmental Management - CAR (Projektwebseite) URL: https://projectdata.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=en_GB&pn=201521301; CAR - Ländliches Umweltregister in Amazonien (Projektwebseite) URL: https://www.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=de_DE&pn=201521301
Aktuelle Datenversion vom
24.06.2026

Beschreibung

Ausgangssituation: Nachdem zuvor eine positive Entwicklung zu verzeichnen war, hat die Entwaldung in Brasilien zuletzt wieder zugenommen. Besonders wurde zwischen August 2022 und Juli 2023 im Amazonasgebiet eine Fläche von 9.064 Quadratkilometern gerodet, während im Cerrado 11.011 Quadratkilometer Wald verloren gingen. Um dem zu begegnen, verpflichtet das brasilianische Forstgesetzbuch aus dem Jahr 2012 Landeigentümer*innen, einheimische Pflanzen zu schützen und ihren gesamten ländlichen Grundbesitz im ländlichen Umweltregister (Cadastro Ambiental Rural – CAR) zu erfassen. Bislang wurden mehr als 7,2 Millionen Grundbesitzungen mit einer Gesamtfläche von 671 Millionen Hektar eingetragen. Ungeachtet dieser Bemühungen ist es weiterhin eine große Herausforderung sicherzustellen, dass alle sich an diese Vorschriften halten. Dies gilt besonders mit Blick auf staatliche Umweltschutzprogramme, wie beispielsweise die Umweltregulierungsprogramme (Programas de Regularização Ambiental – PRA). Ziel: Umweltregulierung und Landmanagement reduzieren effektiv die Entwaldung, erhalten die Biodiversität und stellen degradierte Flächen wieder her. Vorgehensweise: Das Projekt baut Partnerschaften mit staatlichen Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen auf. Dabei gewährleistet es die Integrierung in andere Territorialmaßnahmen, die darauf abzielen, technische Unterstützung und ländliche Beratungsdienste bereitzustellen. Um diese Ziele zu erreichen, hat das Projekt die folgenden Schwerpunkte: - Kompetenzen des Brasilianischen Forstdienstes (Serviço Florestal Brasileiro, SFB), des Nationalen Instituts für Agrarreform (Instituto Nacional de Colonização e Reforma Agrária – INCRA) und der Bundesstaatlichen Umweltorgane (Órgãos Estadual de Meio Ambiente – OEMAs) ausbauen. - Anwendung der Umweltregulierungsinstrumente in den Bundesstaaten Acre, Pará und Rondônia verbessern. - Kompetenzen zur Umweltregulierung in allen Bereichen verbessern. - Partnerschaften für die Eintragung von Grundbesitzungen in Gebieten traditioneller Bevölkerungsgruppen und Agrarreformsiedlungen in das Umweltregister unterstützen. - wirksame Vorgehensweisen, die auf die Bedürfnisse traditioneller Völker und Gemeinschaften zugeschnitten sind, entwickeln. - Konzertierter Aktionen durchführen, um die Zahl der ländlichen Umweltregister zu erhöhen. - Bemühungen auf das Cerrado-Biom und somit auf eine der artenreichsten Savannen der Welt ausweiten.