Wirtschaftliche Integration von Binnenvertriebenen und Unterstützung von aufnehmenden Gemeinden in Norte de Santander

IATI Maßnahmen-ID
DE-1-201540459
Maßnahmenstatus
Beendet
Land / Region
Kolumbien
Finanzierungsvolumen
€ 12.050.000,00
Kofinanzierter Betrag
€ 0,00
Gesamtausgaben/-auszahlungen
€ 11.950.895,49
Noch verfügbar
€ 99.104,51
Finanzier
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
Finanzierungsart
Zuschuss
Laufzeit
18.08.2015 - 31.12.2025
Startdatum
18.08.2015
Geplantes Enddatum
31.12.2025
Tatsächliches Enddatum
31.12.2025
Durchführungs- / Trägerorganisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH (XM-DAC-5-52)
Trägerorganisation: Art
15
Umsetzungspartner
Agencia Presidencial de Cooperación Internacional de Colombia
Sektoren übergeordnet
Krisenprävention und Konfliktlösung, Frieden und Sicherheit
Sektoren untergeordnet
Zivile Friedensentwicklung, Krisenprävention und Konfliktlösung
Evaluierung
Nein
Zugehörige Dokumente
Wirtschaftliche Integration von Binnenvertriebenen und Unterstützung von aufnehmenden Gemeinden in Norte de Santander (Projektwebseite) URL: https://www.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=de_DE&pn=201540459; economic integration of internally displaced people and receiving communities in Norte de Santander (Projektwebseite) URL: https://projectdata.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=en_GB&pn=201540459
Aktuelle Datenversion vom
24.06.2026

Beschreibung

Ausgangssituation: Mehr als 50 Jahre beherrschte ein bewaffneter Konflikt Kolumbien. Auch der Friedensvertrag 2016 zwischen der Guerilla-Organisation FARC und der kolumbianischen Regierung hat dem Land noch keinen umfassenden Frieden gebracht. Die Ursachen für den Konflikt bestehen weiterhin – zum Beispiel ungleicher Zugang zu Land und Menschenrechtsverletzungen. Über acht Millionen Kolumbianer wurden zu Vertriebenen im eigenen Land. Die meisten leben in Elendsvierteln an den Rändern der großen Städte und haben kaum Zugang zu staatlichen Dienstleistungen. Nur wenige erhalten angemessene psychosoziale Betreuung, um ihre oftmals traumatischen Erlebnisse – wie Morde, Entführungen, Folter und Vergewaltigungen – zu verarbeiten. Viele Vertriebene arbeiten als Straßenverkäufer oder in informellen Jobs. Für einen beruflichen Neuanfang fehlt ihnen häufig das Selbstbewusstsein. Gleichzeitig haben sie kaum Zugang zu Kapital, um ein kleines Unternehmen zu gründen. Ziel: Binnenvertriebene und aufnehmende Gemeinschaften können ein höheres Einkommen erwirtschaften, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Vorgehensweise: Das Projekt berät staatliche und nichtstaatliche Organisationen und stellt Finanzierungen bereit, um Leistungen zu fördern, die an die Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst sind. Dazu zählt die Vergabe von Kleinstkrediten, um Geschäfte zu gründen sowie berufliche Aus- und Weiterbildungen. Das Projekt unterstützt ferner die Stadtverwaltungen von Cúcuta, Villavicencio und Florencia dabei, besetzte Ländereien als offizielle Stadtteile anzuerkennen. Dies ist eine Voraussetzung, damit die Vertriebenen in den Gebieten einen besseren Zugang zu städtischen Dienstleistungen haben. Durch zusätzliche Mittel können mehr Binnenvertriebene an psychosozialen Gruppensitzungen teilnehmen. Im ländlichen Raum unterstützt das Projekt Rückkehrende und Ortsansässige dabei, die landwirtschaftliche Produktion auszuweiten.