Mekong Delta Resilienz Programm

IATI Maßnahmen-ID
DE-1-201720762
Maßnahmenstatus
Laufend
Land / Region
Vietnam
Finanzierungsvolumen
€ 19.650.000,00
Kofinanzierter Betrag
€ 7.600.000,00
Gesamtausgaben/-auszahlungen
€ 11.300.721,05
Noch verfügbar
€ 8.349.278,95
Finanzier
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
Finanzierungsart
Zuschuss
Laufzeit
01.01.2019 - 30.06.2026 (geplant)
Startdatum
01.01.2019
Geplantes Enddatum
30.06.2026
Tatsächliches Enddatum
-
Durchführungs- / Trägerorganisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH (XM-DAC-5-52)
Trägerorganisation: Art
15
Umsetzungspartner
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt
Sektoren übergeordnet
Umweltschutz allgemein; Andere multisektorale Maßnahmen
Sektoren untergeordnet
Stadtentwicklung und -verwaltung; Umweltpolitik und -verwaltung; Reduzierung von Katastrophenrisiken; Ländliche Entwicklung
Evaluierung
Nein
Zugehörige Dokumente
Mekong Delta Climate Resilience Programme (Projektwebseite) URL: https://projectdata.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=en_GB&pn=201720762; Mekong Delta Resilienz Programm (Projektwebseite) URL: https://www.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=de_DE&pn=201720762
Aktuelle Datenversion vom
24.06.2026

Beschreibung

Ausgangssituation: Weltweit zählt das Mekong Delta zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Regionen. Küstenerosion, Versalzung, Süßwasserknappheit und zunehmende Extremwetterereignisse bedrohen die Lebensgrundlage von mehr als 17 Millionen Menschen im Delta, etwa ein Fünftel der Bevölkerung Vietnams. Intensive Land- und Wasserbewirtschaftung, der Bau von Deichen zum Hochwasserschutz und der ungebremste Ausbau von Talsperren – besonders im oberen Flusslauf, etwa in China, Laos oder Kambodscha – erhöhen den Stress für das komplexe und sensible Ökosystem. Insbesondere die an der Armutsschwelle lebende Bevölkerung ist oftmals von Ernteausfällen betroffen. Eine kaum an die Herausforderungen des Klimawandels angepasste Investitionspolitik beeinträchtigt mit ihren Infrastruktur- und Landnutzungsmaßnahmen die Qualität der ohnehin knappen Grundwasserressourcen, die Bodenfruchtbarkeit und indirekt auch weitere Treibhausgasminderungen. Die vietnamesische Regierung erarbeitet derzeit einen ganzheitlichen Ansatz zur integrierten und nachhaltigen Bewirtschaftung des Mekong Deltas. Die regionale Umsetzung im Delta ist jedoch noch unsystematisch. Es fehlt sowohl die Koordination zwischen der nationalen Ebene und den Provinzen als auch die provinzübergreifende Zusammenarbeit. Ziel: Das Management natürlicher Ressourcen im Mekong Delta berücksichtigt den Klimawandel (klimaresilientes Management). Höhere Widerstandsfähigkeit gegen Auswirkungen des Klimawandels verbessert die nachhaltige Entwicklung der Region. Vorgehensweise: Das Vorhaben unterstützt die vietnamesischen Partner bei der Schaffung eines institutionellen Rahmens für die regionale Koordination zur klimaresilienten Entwicklung des Mekong Deltas. Die GIZ bietet dazu im Auftrag der Bundesregierung politische, planerische und technische Beratung – beispielsweise für die Klärung von Mandaten, Verantwortlichkeiten und Schnittstellen. Teil des Vorhabens ist auch ein abgestimmtes Bündel an Trainings-, Aus- und Fortbildungsmaßnahmen, zum Beispiel für Regierungsbeamte. Die Gleichberechtigung der Geschlechter (gender mainstreaming) wird strategisch durch ihre Berücksichtigung als integraler Bestandteil des regionalen Koordinationsmechanismus in Form von gendersensiblen Richtlinien sichergestellt. Für eine bessere regionale Koordination der Investitionsplanung erstellen die GIZ und ihre Partner Machbarkeitsstudien und prüfen Technologien und Lösungen. Dazu zählen nachhaltige Wertschöpfungsketten ausgewählter Landwirtschaftsprodukte oder Aquakultur, die an den Klimawandel und veränderte Umweltbedingungen angepasst sind sowie Marktpotenzial haben. Auch die Anwendung von innovativen und an den Klimawandel angepassten Technologien wird intensiviert. Der Fokus liegt auf provinzübergreifendem Land- und Wassermanagement sowie Küstenschutz, zum Beispiel durch Fernerkundung mit Leichtgewicht-Drohnen in Erosionsgebieten an Küsten, Kanälen und in Mangrovenwäldern. Im Zusammenspiel mit Datenverarbeitung und kombiniert mit satellitengestützten Massendaten (big data) zu Klimaprognosen oder Küsten- und Uferlinien lassen sich Entscheidungen für Infrastrukturinvestitionen treffen. Das Vorhaben baut auf einen ganzheitlichen Regionalansatz zur Küstenraumplanung auf, entwickelt durch ein Vorgängerprojekt zum integrierten Küstenmanagement in Vietnam (das Integrated Coastal Management Programme, ICMP). Dieser provinzübergreifende und küstenbezogene Fokus wird jetzt auf alle 13 Provinzen des Mekong Deltas ausgeweitet. Dazu bezieht das Vorhaben alle relevanten staatlichen Akteure auf nationaler Ebene und den Provinzen ein. Gemeinsam mit dem Privatsektor und der Zivilgesellschaft entwickeln diese Akteure Wertschöpfungsketten, Technologien und Lösungen.