Verbesserung grüner Infrastruktur in Jordanien durch beschäftigungsintensive Maßnahmen

IATI Maßnahmen-ID
DE-1-201740521
Maßnahmenstatus
Beendet
Land / Region
Jordanien
Finanzierungsvolumen
€ 38.700.000,00
Kofinanzierter Betrag
€ 0,00
Gesamtausgaben/-auszahlungen
€ 38.093.184,33
Noch verfügbar
€ 606.815,67
Finanzier
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
Finanzierungsart
Zuschuss
Laufzeit
01.04.2017 - 31.03.2025
Startdatum
01.04.2017
Geplantes Enddatum
30.04.2026
Tatsächliches Enddatum
31.03.2025
Durchführungs- / Trägerorganisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH (XM-DAC-5-52)
Trägerorganisation: Art
15
Umsetzungspartner
Ministry of Environment
Sektoren übergeordnet
Andere multisektorale Maßnahmen
Sektoren untergeordnet
Stadtentwicklung und -verwaltung; Ländliche Entwicklung
Evaluierung
Ja
Zugehörige Dokumente
Improvement of Green Infrastructure in Jordan through labor intensive measures (Projektwebseite) URL: https://projectdata.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=en_GB&pn=201740521; Verbesserung grüner Infrastruktur in Jordanien durch beschäftigungsintensive Maßnahmen (Projektwebseite) URL: https://www.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=de_DE&pn=201740521; Improvement of Green Infrastructure in Jordan through labor intensive measures (Evaluierung) URL: https://mia.giz.de/qlink/ID=253511000
Aktuelle Datenversion vom
24.06.2026

Beschreibung

Ausgangssituation: Gemäß Angaben des Hochkommissars der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR) haben sich in Jordanien bis März 2023 mehr als 660.000 Flüchtlinge aus Syrien registriert. Das entspricht einem Bevölkerungswachstum von zehn Prozent. Davon sind 81 Prozent in Gastgemeinden untergebracht. Dies bedeutet eine erhebliche zusätzliche Belastung der Grundinfrastruktur. Grünflächen zur Erholung stehen nicht in ausreichender Weise zur Verfügung und es fehlen Finanzmittel, um die vorhandenen Flächen zu erhalten. Ziel: Jordanien beschäftigt Flüchtlinge, um eine grüne Infrastruktur zu schaffen. Dadurch verbessert sich die Einkommenssituation und es entstehen Grünflächen für die allgemeine Nutzung. Außerdem trägt die Maßnahme zur Anpassung an den Klimawandel bei. Vorgehensweise: Das Vorhaben ist Teil der Sonderinitiative „Geflüchtete/Aufnahmeländer (SIGA). Von seinen Maßnahmen profitieren Flüchtlinge und aufnehmende Gemeinden gleichermaßen. Lohnbeschäftigte Frauen und Männer schaffen eine grüne Infrastruktur oder setzen sie wieder instand. Dabei verwenden sie örtlich vorhandene Materialien und gehen nach einfachen und kostengünstigen Entwürfen vor. Als öffentliche Erholungsflächen schaffen sie Picknickplätze in Wäldern oder Wanderpfade in Naturschutzgebieten und erhalten und schützen gleichzeitig Ökosystemleistungen. Zur Aufforstung werden einheimische, dürreresistente Baumarten angepflanzt. Das Vorhaben legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen im öffentlichen Raum und schafft Arbeitsmöglichkeiten für sie. 4.600 Arbeiter*innen wurden für mindestens zwei Monate in 14 Gemeinden und 23 ländlichen Gebieten beschäftigt. Die Hälfte davon sind Jordanier*innen, die besonders schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen angehören. Die andere Hälfte sind syrische Flüchtlinge. Der Frauenanteil in beiden Bevölkerungsgruppen liegt bei fast 30 Prozent. Durch das Einkommen verbessert sich die finanzielle Situation der Teilnehmenden. Zum Ende des Arbeitsverhältnisses haben alle Arbeiter*innen die Möglichkeit, an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen. Zusätzlich schafft das Vorhaben eine grüne Infrastruktur. So trägt es zum Erhalt der Biodiversität bei und dient als Werkzeug zur Anpassung an den Klimawandel. Gleichzeitig entstehen durch das Vorhaben öffentliche Treffpunkte, was den sozialen Zusammenhalt verbessert.