UNDP Irak, FFES Phase II

IATI Maßnahmen-ID
DE-1-201818400
Maßnahmenstatus
Beendet
Land / Region
Irak
Finanzierungsvolumen
€ 40.000.000,00
Kofinanzierter Betrag
€ 0,00
Gesamtausgaben/-auszahlungen
€ 40.000.000,00
Noch verfügbar
-
Finanzier
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
Finanzierungsart
Zuschuss
Laufzeit
17.12.2018 - 31.12.2025
Startdatum
17.12.2018
Geplantes Enddatum
31.12.2025
Tatsächliches Enddatum
31.12.2025
Durchführungs- / Trägerorganisation
KfW Bankengruppe (KfW) (XM-DAC-5-2)
Trägerorganisation: Art
15
Umsetzungspartner
UNITED NATIONS DEVELOPMENT PROGRAMME (UNDP)
Sektoren übergeordnet
Wiederaufbau und Wiederherstellungsmaßnahmen
Sektoren untergeordnet
Kurzfristiger Wiederaufbau und Rehabilitierung unmittelbar nach Notsituationen
Evaluierung
Nein
Zugehörige Dokumente
Projektinformation (Projektwebseite) URL: https://www.kfw-entwicklungsbank.de/ipfz/Projektdatenbank/Undp-Irak-Ffes-Phase-Ii-41985.htm
Aktuelle Datenversion vom
24.06.2026

Beschreibung

Auf Bitten der irakischen Regierung hat UNDP die bestehende Funding Facility for Stabilization (FFS) um die Funding Facility for Expanded Stabilization (FFES) erweitert. Während die Funding Facility for Immediate Stabilization (FFIS) auf schnelle und unmittelbare Wirkungen abzielt (vor allem Cash for Work Maßnahmen), richtet sich der im Rahmen dieses Vorhabens zu leistende Finanzierungsbeitrag zugunsten der FFES auf den finanziell und zeitlich aufwändigeren Wiederaufbau größerer öffentlicher Infrastruktur im stark zerstörten Irak. Es erfolgt die Finanzierung von Vorhaben größer 2 Mio USD und einer Implementierungsdauer von 2 - 3 Jahren. FFIS und FFES sind unter dem Schirm FFS der UNDP im Irak zusammengefasst und werden durch dasselbe Steering Committee geleitet. Ziel von FFES ist es, einen Beitrag zur Stärkung der Handlungs- und Leistungsfähigkeit der irakischen Regierung im Bereich Stabilisierung und Wiederaufbau zu leisten. Um dies zu erreichen, soll die öffentliche Infrastruktur soweit Instand gesetzt bzw. wiederaufgebaut werden, dass die Grundversorgung der vor Ort befindlichen Bevölkerung gewährleistet und weiterhin die dauerhafte Rückkehr von Binnenvertriebenen in ihre Heimatregionen ermöglicht werden kann. Zielgruppe ist die in Mossul im Nordirak lebende Bevölkerung.Mit dem vorliegenden Beitrag zur FFES (30 Mio. EUR) erfolgt bis Mitte 2020 die Rehabilitierung zweier großer Krankenhäuser in Mossul: die Onkologische Klinik auf dem Al Shifa Medical Komplex in West-Mossul sowie das Ibn Al Atheer Kinderkrankenhaus in Ost-Mossul. Aufgrund der umfassenden Zerstörungen im Zuge der Kampfhandlungen gegen den IS und Verzögerungen bei den Wiederaufbaumaßnahmen ist für viele Menschen im Irak eine Rückkehr in ihre Heimatregionen auch aktuell nur teilweise bzw. zeitverzögert möglich. Rund 1,8 Millionen Iraker gelten Stand Februar 2019 weiterhin als binnenflüchtig. Hinzu kommen flächendeckende und massive Zerstörungen der Infrastruktur im ehemals stark umkämpften Mossul. Dort galten 70 % der Infrastruktur als zerstört, was deutlich über dem Zerstörungsgrad in anderen irakischen Städten liegt. Besonders betroffen ist nach wie vor West-Mossul, wo 15 Wohngegenden komplett zerstört sind. Die Region hat darüber hinaus rund 250.000 syrische Flüchtlinge aufgenommen. Die rückkehrenden Binnenvertriebenen sowie die weitere Bevölkerung Mossuls benötigen dringend Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen. Der Gesundheitssektor Mossuls, der als einer der besten des Landes galt, wurde jedoch im Zuge der Kampfhandlungen massiv beschädigt und die Bevölkerung leidet weiterhin an einem signifikanten Mangel an funktionierenden Gesundheitseinrichtungen, insbesondere auch für Spezialbehandlungen. Die Krankenhäuser der Stadt sowie der medizinische Komplex Al-Shifaa im Westteil der Stadt mit zahlreichen Spezialeinrichtungen sind teilweise oder komplett zerstört und vollständig außer Betrieb. Die Gesundheitsversorgung der Stadt wird ansatzweise durch Behelfseinrichtungen und sog. Health Center sicher gestellt.Im Rahmen einer Aufstockung (10 Mio. EUR) sollen in 2020 Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung im Zuge der COVID-19 Pandemie umgesetzt werden. Vorgesehen ist die Verbesserung von persönlicher Schutzausrüstung für medizinisches Personal sowie die Schaffung und Einrichtung spezieller Isolier- und Behandlungsbereiche für COVID-19 Patienten, inkl. Ausrüstung.