Wasserspeicherung und Hochwasserschutz zur Klimaanpassung im Rahmen von IWRM
- IATI Maßnahmen-ID
- DE-1-201870252
- Maßnahmenstatus
- Laufend
- Land / Region
- Tunesien
- Finanzierungsvolumen
- € 5.000.000,00
- Kofinanzierter Betrag
- € 0,00
- Gesamtausgaben/-auszahlungen
- € 586.035,48
- Noch verfügbar
- € 4.413.964,52
- Finanzier
- Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
- Finanzierungsart
- Zuschuss
- Laufzeit
- 08.12.2020 - 31.12.2026 (geplant)
- Startdatum
- 08.12.2020
- Geplantes Enddatum
- 31.12.2026
- Tatsächliches Enddatum
- -
- Durchführungs- / Trägerorganisation
- KfW Bankengruppe (KfW) (XM-DAC-5-2)
- Trägerorganisation: Art
- 15
- Umsetzungspartner
- TUNESISCHE REPUBLIK
- Sektoren übergeordnet
- Wasser und Abwasser/Abfallentsorgung; Landwirtschaft
- Sektoren untergeordnet
- Flussgebietsentwicklung und -regulierung; Erhaltung von Wasserressourcen; Landwirtschaftliche Wasserressourcen
- Evaluierung
- Nein
- Zugehörige Dokumente
- Für dieses Vorhaben gibt es keinen Eintrag in der Projektdatenbank. (Projektwebseite) URL: https://www.kfw-entwicklungsbank.de/Internationale-Finanzierung/KfW-Entwicklungsbank/Projekte/Projektdatenbank/index.jsp
- Aktuelle Datenversion vom
- 24.06.2026
Beschreibung
Ziel des Moduls Wasserspeicherung und Hochwasserschutz zur Klimaanpassung im Rahmen von IWRM, Phase 1+ 2 ist die Förderung der sozio-ökonomischen Entwicklung benachteiligter Gebiete in Tunesien und die Erhöhung der Klimaresilienz der Programmregion durch ein effizi-enteres, vorrausschauendes und nachhaltiges Wassermanagement. Durch umfassende Hoch-wasserschutzmaßnahmen im Medjerdatal (Gouvernorate Jendouba und Beja) sowie Wasser-speicherprojekte in Jendouba und Kairouan werden die wesentlichen Lebens- und Existenz-grundlagen der Menschen vor Hochwasserereignissen geschützt. Über eine verstärkte Oberflä-chenwassermobilisierung und der in Folge verbesserten Wasserversorgung in der landwirt-schaftlichen Bewässerung wird zudem direkt die sozio-ökonomisch Entwicklung in der Modulre-gion gefördert. Hierdurch werden wichtige Arbeitsplätze in der Landwirtschaft erhalten und die Entstehung von neuen Beschäftigungsmöglichkeiten gefördert. Im Einzelnen sind folgende Maßnahmen vorgesehen:1. Neubau des Staudamms Raghai im Gouvernorat Jendouba in der Nähe der Stadt Ghardimaou bei der Einmündung des Oued El Jorf in den Fluss Raghai, ein Nebenfluss des Medjerda. Der geplante Staudamm wird ein Speichervolumen von ca. 40 Mio. m³ haben. Er wird zum Hochwasserschutz in der Region gebaut und soll zudem der Bewässerung von 5.200 ha land-wirtschaftlich genutzter Fläche sowie der Verbesserung der Trinkwasserversorgung der Delega-tion Ghardimaou dienen. Im Rahmen der Maßnahme werden ca. sieben Kilometer asphaltierter Straßen und nicht asphaltierter Wege geflutet, weshalb diese Strecken neu angelegt werden sollen. Des Weiteren ist der Bau ergänzender Straßen und einer Brücke geplant, um die Mobilität der Bevölkerung nach dem Dammbau zu erhalten bzw. im Vergleich zur Ist-Situation sogar zu verbessern. 2. Rehabilitierung und Erhöhung des bestehenden Staudamms Sidi Saad im Gouvernorat Kairouan. Um seine Funktionstüchtigkeit - Hochwasserschutz und Ermöglichung von Bewässe-rungslandwirtschaft - in der Region auch für die kommenden Jahrzehnte sicherzustellen, werden umfangreiche Stabilisierungs- und Modernisierungsmaßnahmen am Überlauf und anschließender Schussrinne des Staudamms vorgenommen. Darüber hinaus wird durch den Einbau einer Schwelle im Zuführungskanal zur Hochwasserentlastungsanlage das Speichervolumen um ca. 100-150 Mio. m³ erhöht. Das zusätzliche Stauvolumen kann nach der erfolgten Rehabilitierung nachhaltig für den Hochwasserschutz, aber auch zur Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen genutzt werden. 3. Umfassende Hochwasserschutzmaßnahmen im oberen Teil des Medjerdatals zwischen der algerischen Grenze und dem Staudamm Sidi Salem (Zone U1+M und Zone U2). In diesen Zonen sollen Deiche, Polder und Überflutungsflächen angelegt sowie Querschnittsanpassungen durchgeführt und voraussichtlich ein Hochwasserentlastungskanal zum Schutz der Stadt Bou Salem gebaut werden. In diesem Zusammenhang werden zudem Wartungsgeräte beschafft. Des Weiteren werden Maßnahmen getroffen, um der Erderosion am Ufer des Medjerda entge-genzuwirken.