Nachhaltiges Klärschlammmanagement

IATI Maßnahmen-ID
DE-1-201923259
Maßnahmenstatus
Beendet
Land / Region
Jordanien
Finanzierungsvolumen
€ 4.400.000,00
Kofinanzierter Betrag
€ 0,00
Gesamtausgaben/-auszahlungen
€ 4.395.240,74
Noch verfügbar
€ 4.759,26
Finanzier
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
Finanzierungsart
Zuschuss
Laufzeit
01.08.2020 - 06.08.2025
Startdatum
01.08.2020
Geplantes Enddatum
31.07.2025
Tatsächliches Enddatum
06.08.2025
Durchführungs- / Trägerorganisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH (XM-DAC-5-52)
Trägerorganisation: Art
15
Umsetzungspartner
Ministry of Water and Irrigation-MWI
Sektoren übergeordnet
Wasser und Abwasser/Abfallentsorgung
Sektoren untergeordnet
Wasser- und Sanitärversorgung und Abwassermanagement - große Systeme
Evaluierung
Ja
Zugehörige Dokumente
Nachhaltiges Klärschlammmanagement (Projektwebseite) URL: https://www.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=de_DE&pn=201923259; Sustainable Sludge Management (Evaluierung) URL: https://mia.giz.de/qlink/ID=253919000; Sustainable Sludge Management (Projektwebseite) URL: https://projectdata.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=en_GB&pn=201923259
Aktuelle Datenversion vom
24.06.2026

Beschreibung

Ausgangssituation: In Jordanien fielen 2020 in 29 Kläranlagen mehr als 105.000 Tonnen trockener Klärschlamm an. Bis 2035 dürfte diese Menge auf 139.000 Tonnen pro Jahr steigen. Der Klärschlamm wird größtenteils an Ort und Stelle gelagert oder auf dafür ungeeignete Deponien gebracht. Dieser Umgang mit dem Klärschlamm wirkt sich negativ auf die Qualität des Oberflächen- und Grundwassers aus und verursacht hohe Treibhausgasemissionen, weil beim biologischen Abbau Methan freigesetzt wird. Darüber hinaus führt diese Praxis dazu, dass Energie und Ressourcen verschwendet werden, denn die Entsorgungskosten sind hoch und liegen zwischen zwei und acht Euro pro Kubikmeter Klärschlamm. Ziel: In Jordanien werden Lösungen zur Gewährleistung eines nachhaltigen Klärschlammmanagements angewendet, die zu besseren Betriebsbedingungen und höheren Standards bei der Nutzung von Klärschlammprodukten führen. Vorgehensweise: Das Projekt zielt darauf ab, die wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit des Klärschlammmanagements in Jordanien zu verbessern. Dazu sollen technische Upcycling-Lösungen wie Pyrolyse und Pelletierung eingesetzt werden, mit denen der behandelte Klärschlamm zu einem alternativen Brennstoff, Industrierohstoff oder Kompostzusatz verarbeitet werden kann, um eine Wertsteigerung zu erzielen. Dabei will das Projekt auch die Marktfähigkeit der neuen Klärschlammprodukte verbessern. Hierzu ermittelt das Projekt, welche realistischen Marktchancen bestehen und wie sich die Privatwirtschaft in die Vermarktung einbinden lässt. Inwieweit ein günstiges Umfeld für den Einsatz von Klärschlammprodukten entsteht, hängt von den gemeinsamen Entscheidungen und Maßnahmen der Akteure vor Ort ab. Außerdem arbeitet das Projekt an der Schaffung der Rechtsgrundlagen für die Produktion und Nutzung von behandeltem Klärschlamm, mobilisiert internationales Know-how und führt Kampagnen durch, um ein positives Bewusstsein und Verständnis für die Verwertung von behandeltem Klärschlamm zu schaffen.