Reproduktive Gesundheit IV (VP)

IATI Maßnahmen-ID
DE-1-201969427
Maßnahmenstatus
Laufend
Land / Region
Niger
Finanzierungsvolumen
€ 14.000.000,00
Kofinanzierter Betrag
€ 0,00
Gesamtausgaben/-auszahlungen
€ 2.058.249,21
Noch verfügbar
€ 11.941.750,79
Finanzier
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
Finanzierungsart
Zuschuss
Laufzeit
16.04.2021 - 31.12.2026 (geplant)
Startdatum
16.04.2021
Geplantes Enddatum
31.12.2026
Tatsächliches Enddatum
-
Durchführungs- / Trägerorganisation
KfW Bankengruppe (KfW) (XM-DAC-5-2)
Trägerorganisation: Art
15
Umsetzungspartner
REPUBLIK NIGER
Sektoren übergeordnet
Bevölkerungspolitik/-programme und reproduktive Gesundheit
Sektoren untergeordnet
Förderung reproduktiver Gesundheit
Evaluierung
Nein
Zugehörige Dokumente
Projektinformation (Projektwebseite) URL: https://www.kfw-entwicklungsbank.de/ipfz/Projektdatenbank/Reproduktive-Gesundheit-Iv-Vp-44656.htm
Aktuelle Datenversion vom
24.06.2026

Beschreibung

Das FZ-Programm Förderung der Reproduktiven Gesundheit stellt die vierte Phase eines mit FZ-Mitteln finanzierten Vorhabens dar, das im Niger im Gestaltungsspielraum Gesundheit implementiert werden soll. Das Vorhaben knüpft an das langjährige Engagement der FZ im Sektor an (Familienplanung und HIV-AIDS-Prävention, Phasen I bis VI, 2003 - 2018, Familienplanung und Sensibilisierung 2018-2021, die über die NRO Animas-Sutura implementiert wurden, Förderung der reproduktiven Gesundheit Phase I und III in der Region Tillaberi und Phase II in der Region Tahoua), stellt aber aufgrund der Implementierung eines ergebnisorientierten Erstattungsmechanismus für Gesundheitsdienstleistungen und dem nigrischen Gesundheitsministerium in der Trägerrolle eine neue Form der Zusammenarbeit dar.Niger zeichnet sich durch eine sehr hohe Fertilitätsrate von über sieben Kindern pro Frau aus. Zudem ist die Prävalenzrate moderner Verhütungsmethoden mit 18 % noch sehr niedrig, die Mütter-, Kind-, und Säuglingssterblichkeit ist eine der höchsten weltweit. Grund dafür ist die weiterhin prekäre Situation der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung: die vorhandene Infrastruktur ist in desolatem Zustand, es fehlt an Medikamenten und ausreichend qualifiziertem Personal. Vor allem im ländlichen Raum ist die Abdeckung mit medizinischer Versorgung (die sog. couverture sanitaire) mit im Durchschnitt weniger als 50 % unzureichend. An dieser Problematik setzt das Vorhaben an: Durch ergebnisorientierte Erstattungen von Gesundheitsdienstleistungen (Erstattungsmechanimus, Komponente 1) sowie den Ausbau, die Renovierung und die Ausstattung von Gesundheitseinrichtungen (Komponente 2) werden das Angebot von und die Nachfrage nach hochwertigen Dienstleistungen der Reproduktiven Gesundheit gefördert. Dadurch soll zur Verbesserung der Gesundheit von Müttern und Neugeborenen in Niger beigetragen werden. Ergänzend dazu soll über gezielte Sensibilisierungs- und Kommunikationsmaßnahmen an ausgewählten Primar- und Sekundarschulen sowie in angrenzenden Dörfern (gemeindebasierte Distribution und Kommunikation DBC/ CCC) die Nachfrage nach Dienstleistungen der reproduktiven Gesundheit und Familienplanung erhöht werden (Komponente 3). Aus- und Fortbildung von Gesundheitsmitarbeitern, Verwaltern und Lehrern, sowie von Mitarbeitern von lokalen NROs sind in allen drei Komponenten Teil der Maßnahmenpakete (Querschnittsthema). Zielgruppe des Vorhabens ist in der vierten Phase die Bevölkerung in Tillabéri. Zentraler Fokus liegt dabei auf Frauen im gebärfähigen Alter (rund 715.000) und Neugeborenen sowie auf Jugendlichen an Primar- und Sekundarschulen. Träger des Vorhabens ist das Gesundheitsministerium (Ministère de la Santé Publique, MSP), das die Durchführung an die Regionaldirektion für Gesundheit (Direction Regionale de la Santé Publique (DRSP)) von Tillabéri delegiert. Sowohl auf nationaler als auch auf regionaler Ebene wird ein FZ-Durchführungsconsultant die Umsetzung des Vorhabens eng begleiten und unterstützen. Die vierte Phase des FZ-Vorhabens hat ein Volumen von 14 Mio. EUR und soll im Anschluss an die laufende Phase in Tillabéri in einem Zeitraum von 3 bis max. 4 Jahren umgesetzt werden.