Strukturbildung für Beschäftigungsförderung und berufliche Bildung im Sudan

IATI Maßnahmen-ID
DE-1-202022366
Maßnahmenstatus
Beendet
Land / Region
Sudan
Finanzierungsvolumen
€ 12.000.000,00
Kofinanzierter Betrag
€ 0,00
Gesamtausgaben/-auszahlungen
€ 11.247.905,42
Noch verfügbar
€ 752.094,58
Finanzier
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
Finanzierungsart
Zuschuss
Laufzeit
01.04.2021 - 30.10.2025
Startdatum
01.04.2021
Geplantes Enddatum
30.09.2025
Tatsächliches Enddatum
30.10.2025
Durchführungs- / Trägerorganisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH (XM-DAC-5-52)
Trägerorganisation: Art
15
Umsetzungspartner
Ministry of Finance and Economic Planning
Sektoren übergeordnet
Sonstige soziale Infrastruktur und Dienste
Sektoren untergeordnet
Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten
Evaluierung
Nein
Zugehörige Dokumente
Strukturbildung für Beschäftigungsförderung und berufliche Bildung im Sudan (Projektwebseite) URL: https://www.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=de_DE&pn=202022366; Structural strengthening of employment promotion and vocational train-ing and apprenticeship (Projektwebseite) URL: https://projectdata.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=en_GB&pn=202022366
Aktuelle Datenversion vom
24.06.2026

Beschreibung

Ausgangssituation: Der Sudan ist das drittgrößte Land in Afrika. Jedoch schwächen politische Instabilität und bewaffnete Konflikte seine wirtschaftliche Entwicklung. Im Jahr 2024 ist die Wirtschaft um 40 Prozent geschrumpft. So hat der anhaltende Bürgerkrieg große Teile der wirtschaftlichen Infrastruktur beschädigt. Schwer getroffen ist vor allem die agrarverarbeitende Industrie. Viele Produktionsanlagen sind zerstört, wodurch Arbeitsplätze gefährdet sind. Die Schäden an Straßen behindern den Außenhandel und das Finanzsystem leidet unter systemischen Risiken und Liquiditätsengpässen. Die aktuellen Herausforderungen umfassen hohe Inflationsraten, Arbeitslosigkeit und eine fragile politische Lage. Die hohe Arbeitslosigkeit betrifft vor allem junge Menschen und Frauen. Ziel: Die berufliche und wirtschaftliche Situation von sudanesischen Unternehmer*innen ist verbessert – besonders von Unternehmen, die im Krisenkontext ihr Geschäftsmodell aufbauen oder aufrechterhalten wollen. Vorgehensweise: Das Projekt arbeitet in drei Schwerpunkten: 1. Es berät Unternehmen, um ihre Geschäftsmodelle zu sichern und auszubauen. Hierfür bietet es zum Beispiel Netzwerkformate wie Business Clubs, eine Online-Plattform für Büromanagement und Beratung zur Standortverlagerung an. Zudem erhalten junge Unternehmer*innen Sprachkurse. 2. Es fördert Geschäftsverbände und Bauerngemeinschaften durch Schulungen zur Ertragssteigerung und Verarbeitung von Agrarprodukten. Zudem baut es Geschäftszusammenschlüsse für eine bessere lokale Wirtschaft auf. 3. Es befähigt Frauen wirtschaftlich, indem es Trainings zu unternehmerischen Themen gibt, sie durch die Women-Business-Plattform vernetzt und mit Hilfe erfolgreicher Geschäftsfrauen als Rollenmodelle inspiriert. Unternehmerinnen auf der Flucht erhalten zudem psychosoziale Unterstützung. Die Einbindung der sudanesischen Diaspora und die Integration von Sudanes*innen in die Arbeitsmärkte der Nachbarländer tragen zusätzlich zur wirtschaftlichen Stabilisierung der Region bei.