Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Teilhabe extrem armer Binnenvertriebener und BewohnerInnen aufnehmender Geme

IATI Maßnahmen-ID
DE-1-202040715
Maßnahmenstatus
Beendet
Land / Region
Somalia
Finanzierungsvolumen
€ 11.700.000,00
Kofinanzierter Betrag
€ 0,00
Gesamtausgaben/-auszahlungen
€ 10.678.568,59
Noch verfügbar
€ 1.021.431,41
Finanzier
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
Finanzierungsart
Zuschuss
Laufzeit
01.05.2021 - 31.03.2026
Startdatum
01.05.2021
Geplantes Enddatum
30.09.2026
Tatsächliches Enddatum
31.03.2026
Durchführungs- / Trägerorganisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH (XM-DAC-5-52)
Trägerorganisation: Art
15
Umsetzungspartner
Ministry of Interior and Federal Affairs and Democratization
Sektoren übergeordnet
Sonstige soziale Infrastruktur und Dienste; Sekundarbildung; Krisenprävention und Konfliktlösung, Frieden und Sicherheit
Sektoren untergeordnet
Zivile Friedensentwicklung, Krisenprävention und Konfliktlösung; Soziale Sicherung; Sekundarschulbildung Stufe II
Evaluierung
Nein
Zugehörige Dokumente
Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Teilhabe extrem armer Binnenvertriebener und BewohnerInnen aufnehmender Geme (Projektwebseite) URL: https://www.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=de_DE&pn=202040715; Promotion of social and economic inclusion of extreme poor IDPs and residents of host communities in Puntland, Somalia (Projektwebseite) URL: https://projectdata.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=en_GB&pn=202040715
Aktuelle Datenversion vom
24.06.2026

Beschreibung

Ausgangssituation: Der Sturz der Regierung im Jahr 1991, langwierige Konflikte, Angriffe durch die Terrormiliz Al Shabaab und häufig auftretende Umweltkatastrophen haben systematisch zu einer Verarmung und Vertreibung der somalischen Bevölkerung geführt. Durch die Covid-19-Pandemie und den Russland-Ukraine-Konflikt ist die fatale humanitäre Situation noch weiter verschärft worden. Die Zahl der Binnenvertriebenen (2,97 Millionen im August 2022) wächst durch Klimaschocks und politische Konflikte weiter. Hierdurch wird die rapide verlaufende Urbanisierung Somalias weiter verstärkt. In Garowe, der Hauptstadt der halbautonomen Region Puntland, machen Binnenvertriebene inzwischen ein Drittel der Bevölkerung aus. Eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Interaktion zwischen Binnenvertriebenen und den Einwohner*innen der aufnehmenden Gemeinden findet nur bedingt statt. Extreme Armut, besonders hohe Schutzbedürftigkeit, psychischer Stress, Lebensmittelunsicherheit, ein Mangel an (wirtschaftlichen) Perspektiven und gesellschaftliche Marginalisierung bestimmen das tägliche Leben der Binnenvertriebenen und Einwohner*innen der aufnehmenden Gemeinden. Staatliche Einrichtungen sind weiterhin nicht in der Lage, der Aufgabe gerecht zu werden, Binnenvertriebene wirtschaftlich und gesellschaftlich zu integrieren, was die Situation weiter verschärft. Ziel: Die private und sozioökonomische Resilienz besonders hilfebedürftiger Binnenvertriebener und Bewohnerinnen der aufnehmenden Gemeinden in Garowe in der Region Puntland verbessert sich. Vorgehensweise: Der methodische Rahmen baut auf den „Graduation Approach auf. Dabei handelt es sich um ein Paket, in dem Maßnahmen aus den Bereichen Grundsicherung und einer Förderung von Alltagsfertigkeiten sowie eines nachhaltigen Lebensunterhalts kombiniert mit einer individuellen, langfristigen Betreuung und Beratung aufeinander folgen. Das sozioökonomische Verbesserungsprojekt in Puntland (Socio-Economic Improvement Project, Puntland, SEIPP) unterstützt ausgewählte örtliche Behörden und Einrichtungen bei der Verbesserung ihrer Leistungsfähigkeit zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Integration der Zielgruppe. Ein wichtiges Querschnittsthema im Projekt ist die Festigung des sozialen Zusammenhalts. Das Projekt arbeitet mit nationalen und internationalen Nichtregierungsorganisationen zusammen. Zielgruppe von SEIPP sind 700 Haushalte mit durchschnittlich neun Mitgliedern. Der Schwerpunkt liegt bei besonders hilfebedürftigen Jugendlichen und Frauen, die binnenvertrieben sind oder aus den aufnehmenden Dorfgemeinden kommen.