Nationales Siedlungsabfallwirtschaftsprogramm Phase 3 (DKTI)

IATI Maßnahmen-ID
DE-1-202068377
Maßnahmenstatus
Laufend
Land / Region
Ägypten
Finanzierungsvolumen
€ 20.000.000,00
Kofinanzierter Betrag
€ 0,00
Gesamtausgaben/-auszahlungen
€ 0,00
Noch verfügbar
€ 20.000.000,00
Finanzier
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
Finanzierungsart
Zuschuss
Laufzeit
13.10.2025 - 01.01.2030 (geplant)
Startdatum
13.10.2025
Geplantes Enddatum
01.01.2030
Tatsächliches Enddatum
-
Durchführungs- / Trägerorganisation
KfW Bankengruppe (KfW) (XM-DAC-5-2)
Trägerorganisation: Art
15
Umsetzungspartner
ARABISCHE REPUBLIK AEGYPTEN
Sektoren übergeordnet
Wasser und Abwasser/Abfallentsorgung
Sektoren untergeordnet
Abfallwirtschaft und -entsorgung
Evaluierung
Nein
Zugehörige Dokumente
Projektinformation (Projektwebseite) URL: https://www.kfw-entwicklungsbank.de/ipfz/Projektdatenbank/Nationales-Siedlungsabfallwirtschaftsprogramm-Phase-3-Dkti-45267.htm
Aktuelle Datenversion vom
24.06.2026

Beschreibung

Die Abfallwirtschaft wurde in Ägypten lange vernachlässigt: 80-88% des gesammelten Abfalls werden auf irregulären Müllkippen ohne umweltbezogene Vorkehrungen entsorgt und z.T. offen verbrannt. Die Abfälle verschmutzen das Grundwasser, verstopfen Kanäle, belasten die Siedlungshygiene und die Luftqualität. Die finanzielle (KfW, Phase I und II mit Mitteln der EU und SECO) und technische Zusammenarbeit (GIZ) leisten daher im Rahmen des Nationalen Siedlungsabfallwirtschaftsprogramms einen Beitrag zum Reformprozess der ägyptischen Abfallwirtschaft, zum Aufbau eines umwelt- und klimaschonenden Abfallmanagementsystems und der entsprechenden Trägerstrukturen in vier Gouvernoraten (Kafr El Sheikh, Gharbia, Qena, Assiut). Bei dem Vorhaben handelt es sich um die dritte Phase des Programms. Partner ist das ägyptische Umweltministerium, die Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung mit der nationalen Abfallbehörde und der Umweltbehörde. Ziel der dritten Phase ist es, die Voraussetzungen für ein umwelt- und klimaschonendes, nachhaltig zu betreibendes Siedlungsabfallentsorgungssystem in den Projektregionen zu schaffen. Im Gouvernorat Qena werden eine mechanisch-biologische Behandlungsanlage sowie eine Deponie finanziert. Qena gehört zu den wirtschaftlich schwächeren Gouvernoraten mit einer überdurchschnittlich hohen Armutsrate und signifikantem Investitionsbedarf in die abfallwirtschaftliche Infrastruktur. Durch die mechanisch-biologische Behandlung der Abfälle werden Ressourcen geschont, das zu deponierende Abfallvolumen reduziert und die klimaschädlichen Methangasemissionen der deponierten Abfälle verringert. Durch Beratungsleistungen wird die Entwicklung eines nachhaltigen Betreibermodells unterstützt.Daneben wird die bestehende Deponie Sadat des Gouvernorats Gharbia klimafreundlich rehabilitiert und mit einer Anlage zur Fassung und Verbrennung des Deponiegases ausgestattet, um dessen klimaschädliche Wirkung zu reduzieren.