Sozial Sicherung für Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmer im Textil- und Ledersektor

IATI Maßnahmen-ID
DE-1-202121143
Maßnahmenstatus
Laufend
Land / Region
Bangladesch
Finanzierungsvolumen
€ 8.278.985,86
Kofinanzierter Betrag
€ 900.000,00
Gesamtausgaben/-auszahlungen
€ 6.234.158,07
Noch verfügbar
€ 2.044.827,79
Finanzier
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
Finanzierungsart
Zuschuss
Laufzeit
01.01.2022 - 31.12.2026 (geplant)
Startdatum
01.01.2022
Geplantes Enddatum
31.12.2026
Tatsächliches Enddatum
-
Durchführungs- / Trägerorganisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH (XM-DAC-5-52)
Trägerorganisation: Art
15
Umsetzungspartner
Ministry of Labour and Employment (MoLE)
Sektoren übergeordnet
Sonstige soziale Infrastruktur und Dienste
Sektoren untergeordnet
Soziale Sicherung; Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten
Evaluierung
Nein
Zugehörige Dokumente
Social Protection for Workers in the Textile and Leather (Projektwebseite) URL: https://projectdata.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=en_GB&pn=202121143; Sozial Sicherung für Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmer im Textil- und Ledersektor (Projektwebseite) URL: https://www.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=de_DE&pn=202121143
Aktuelle Datenversion vom
24.06.2026

Beschreibung

Ausgangssituation: In Bangladesch wird ein Großteil der weltweit getragenen Bekleidung hergestellt. Als einer der Hauptakteure in der Textilindustrie weltweit beschäftigt das Land entlang den Lieferketten mehr als vier Millionen Menschen. Dennoch sind die Arbeitsbedingungen in dem Bereich noch immer unangemessen. In Folge der Rezession nach Covid-19 kam es zu Entlassungen, die keine finanzielle Unterstützung nach sich zogen. Dies verdeutlicht als jüngstes Beispiel, dass Arbeitnehmer*innen nicht ausreichend gegen arbeitsbedingte Lebensrisiken geschützt sind. Besonders schwerwiegend ist dabei der Schutz bei Arbeitsunfällen. Die rechtlichen Maßnahmen und Strategien zu Unfallvermeidung, medizinischer Versorgung und finanzieller Entschädigung sind unzureichend und liegen nur ansatzweise vor. Noch schwerwiegender ist, dass die verantwortlichen Regierungsbehörden nicht über die notwendigen institutionellen Kompetenzen verfügen, um ein Sozialversicherungssystem aufzubauen. Insbesondere das digitale Management sozialer Hilfs- und Versicherungsprogramme ist unterentwickelt. Ziel: Das Projekt verbessert das in Bangladesch entstehende Sozialversicherungssystem, indem es für Arbeitnehmer*innen der Textil- und Lederindustrie bessere Zugangsbedingungen zu sozialer Absicherung schafft. Vorgehensweise: Das Projekt arbeitet mit der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization, ILO) zusammen. Ziel ist es, Verwaltungsprozesse für die Überbrückungslösung aufzubauen (im Original: Bridging Solution) (dem Vorreiter eines Absicherungssystems bei Arbeitsunfällen) und sie in ein ständiges arbeitgeberfinanziertes Absicherungssystem zu überführen. Darüber hinaus stärkt das Projekt die Kompetenzen des Ministeriums zum digitalen Management von sozialen Absicherungssystemen. Von besonderer Bedeutung ist die Schaffung einer Arbeiterdatenbank, die die technische Grundlage für die Entwicklung aller weiteren Sozialversicherungssysteme darstellt. Um den Wissensstand von landesweit tätigen Akteur*innen im Bereich der Sozialversicherung zu verbessern, entwickelt das Projekt ein Dialogforum und plant die Einführung eines entsprechenden Weiterbildungskurses an einer Hochschule.