Förderung von Beschäftigung und Unternehmertum in Turkana West

IATI Maßnahmen-ID
DE-1-202140747
Maßnahmenstatus
Beendet
Land / Region
Kenia
Finanzierungsvolumen
€ 8.400.000,00
Kofinanzierter Betrag
€ 0,00
Gesamtausgaben/-auszahlungen
€ 7.808.817,18
Noch verfügbar
€ 591.182,82
Finanzier
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
Finanzierungsart
Zuschuss
Laufzeit
01.01.2022 - 31.12.2024
Startdatum
01.01.2022
Geplantes Enddatum
30.06.2026
Tatsächliches Enddatum
31.12.2024
Durchführungs- / Trägerorganisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH (XM-DAC-5-52)
Trägerorganisation: Art
15
Umsetzungspartner
Ministry of Interior and National Administration, Department of Refugee Services
Sektoren übergeordnet
Sekundarbildung; Sonstige soziale Infrastruktur und Dienste; Privatwirtschaftliche und andere Dienste
Sektoren untergeordnet
Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten; Dienstleistungen zur Geschäftsentwicklung; Berufliche Bildung
Evaluierung
Nein
Zugehörige Dokumente
Promoting Employment and Entrepreneurship in Turkana West (Projektwebseite) URL: https://projectdata.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=en_GB&pn=202140747; Förderung von Beschäftigung und Unternehmertum in Turkana West (Projektwebseite) URL: https://www.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=de_DE&pn=202140747
Aktuelle Datenversion vom
24.06.2026

Beschreibung

Ausgangssituation: Gemäß UNHCR leben etwa eine halbe Million Geflüchtete und Asylsuchende in Kenia. Knapp die Hälfte davon im Flüchtlingslager Kakuma (errichtet 1992) oder in der integrierten Siedlung Kalobeyei (errichtet 2015). Beide liegen im Turkana West Sub-County, das eine einheimische Bevölkerung von 240.000 Menschen hat. Im Jahr 2020 gingen die Zahlen an Geflüchteten dort infolge der Covid-19 bedingten Grenzschließungen zurück, seit dem Frühjahr 2021 sind jedoch monatlich wieder mehr als 1.000 Geflüchtete und Asylsuchende dort angekommen. Turkana West gehört zu den ärmsten und strukturell schwächsten Countys in Kenia. 58 Prozent der Geflüchteten und 72 Prozent der einheimischen Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Die Wirtschaft vor Ort hängt vor allem vom Handel mit Konsumgütern ab. In manchen Wirtschaftszweigen gibt es gelegentlich Arbeitsplätze, in anderen kommt es nie dazu. Die Abhängigkeit der Geflüchteten und der einheimischen Bevölkerung von Unterstützungsleistungen stellt eine große Herausforderung dar, insbesondere für junge Menschen, deren Status als Geflüchtete lang anhält. Im Regelfall gibt es für junge Menschen keine ausreichenden Möglichkeiten, eine Berufsausbildung zu machen oder ein Einkommen zu erzielen. Eine langfristige Teilhabe am Arbeitsmarkt ist somit nicht möglich. Die wirtschaftliche Selbstständigkeit ist somit gering, insbesondere bei jungen Frauen. Ziel: Die wirtschaftliche Selbstständigkeit junger Geflüchteter und Angehöriger der einheimischen Bevölkerung im kenianischen Turkana West Sub-County verbessert sich. Vorgehensweise: Das Vorhaben richtet sich an junge Menschen im Alter von 15 bis 34 Jahren, die in Turkana West leben. Sie erhalten die Möglichkeit, an einer spezialisierten beruflichen Aus- und Weiterbildung teilzunehmen. Hierzu gehören Informationen über den Arbeitsmarkt und eine auf persönliche Bedürfnisse zugeschnittene Unterstützung zu Fragen rund um das Berufsleben. Um Diskriminierung und Konflikte zu vermeiden, wird das Verursache-keinen-Schaden-Prinzip (do no harm) angewendet. Hierdurch wird die notwendige Sensibilität für Konfliktsituationen in die Planung und Gestaltung aller Projektaktivitäten miteinbezogen. Die Schwerpunkte des Projektes sind: 1. Die Bedingungen zur Förderung von sozioökonomischer Unabhängigkeit bei jungen geflüchteten Menschen und jungen Menschen in den aufnehmenden Gemeinden verbessern 2. Besseren Zugang zu beruflicher Aus- und Weiterbildung schaffen, in deren Folge eine berufliche Beschäftigung möglich ist 3. Den Zugang zu berufsbezogenen Dienstleistungen verbessern