Friedliche und inklusive Wanderweidewirtschaft

IATI Maßnahmen-ID
DE-1-202220028
Maßnahmenstatus
Laufend
Land / Region
Afrika
Finanzierungsvolumen
€ 28.200.000,00
Kofinanzierter Betrag
€ 11.500.000,00
Gesamtausgaben/-auszahlungen
€ 6.899.581,83
Noch verfügbar
€ 21.300.418,17
Finanzier
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
Finanzierungsart
Zuschuss
Laufzeit
01.05.2023 - 30.06.2029 (geplant)
Startdatum
01.05.2023
Geplantes Enddatum
30.06.2029
Tatsächliches Enddatum
-
Durchführungs- / Trägerorganisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH (XM-DAC-5-52)
Trägerorganisation: Art
15
Umsetzungspartner
Tschadseebeckenkommission
Sektoren übergeordnet
Staat und Zivilgesellschaft allgemein; Umweltschutz allgemein; Krisenprävention und Konfliktlösung, Frieden und Sicherheit; Landwirtschaft
Sektoren untergeordnet
Landwirtschaftspolitik und -verwaltung; Schutz der Biosphäre; Zivile Friedensentwicklung, Krisenprävention und Konfliktlösung; Erleichterung geordneter, sicherer, regulärer und verantwortungsvoller Migration und Mobilität
Evaluierung
Nein
Zugehörige Dokumente
Peaceful and inclusive Transhumance (Projektwebseite) URL: https://projectdata.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=en_GB&pn=202220028; Friedliche und inklusive Wanderweidewirtschaft (Projektwebseite) URL: https://www.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=de_DE&pn=202220028
Aktuelle Datenversion vom
24.06.2026

Beschreibung

Ausgangssituation: Um den Tschadsee in Zentral- und Westafrika ist die Wanderweidewirtschaft ? bei der Hirt*innen mit ihren Viehherden saisonal die Weidegebiete wechseln ? die wichtigste Form der Tierproduktion. Sie leistet damit einen zentralen Beitrag zur Wirtschaft und Ernährungssicherheit der Region. Über Jahrhunderte hinweg stand die Wanderweidewirtschaft im Einklang mit sesshaften Landwirt*innen und einer geringen Bevölkerungsdichte. Die zunehmend spürbaren Auswirkungen des Klimawandels, die Ausweitung landwirtschaftlicher Flächen, der Anstieg des Viehbestands sowie das Bevölkerungswachstum führen jedoch seit Jahren dazu, dass Weideflächen und der Zugang zu natürlichen Ressourcen (z.B. Wasser, Weide) abnehmen. Konflikte nehmen daher zu und bedrohen die Lebensgrundlagen der Hirt*innen, kulturelle Praktiken und Schutzgebiete. Ziel: Regierungsinstrumente für eine friedliche und inklusive grenzüberschreitende Wanderweidewirtschaft sind weiterentwickelt. Zudem sind Ansätze, die Krisen in der grenzüberschreitenden Wanderweidewirtschaft vorbeugen sollen, in den Regionen verbessert und verbreitet. Vorgehensweise: Das Vorhaben berät die Regionalorganisationen, damit regionale Regelwerke zur Wanderweidewirtschaft weiterentwickelt und harmonisiert werden. Zudem trägt es dazu bei, Strategien und Programme zur Wanderweidewirtschaft aufzustellen. Das Vorhaben unterstützt ferner regionale Regierungen dabei, die Wanderweidewirtschaft inklusiv zu steuern und Mechanismen zu entwickeln, um Konflikte vorzubeugen (z.B. indem das Transhumanzmanagement auf der Ebene der Gebietskörperschaften institutionalisiert wird und in ein Konzept integrierten Ressourcenmanagements eingebunden wird). Es arbeitet des Weiteren bewährte Praktiken auf (z.B. die Einrichtung einer Bodenrechtskommissionen in Niger, die der Schlichtung von Bodenrechtskonflikten dient) und fördert den institutions- und grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch,