Umwelt- und klimaschonende Klärschlammentsorgung
- IATI Maßnahmen-ID
- DE-1-202267235
- Maßnahmenstatus
- Laufend
- Land / Region
- Jordanien
- Finanzierungsvolumen
- € 50.000.000,00
- Kofinanzierter Betrag
- € 0,00
- Gesamtausgaben/-auszahlungen
- € 152.011,00
- Noch verfügbar
- € 49.847.989,00
- Finanzier
- Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
- Finanzierungsart
- Darlehen
- Laufzeit
- 25.03.2024 - 30.09.2027 (geplant)
- Startdatum
- 25.03.2024
- Geplantes Enddatum
- 30.09.2027
- Tatsächliches Enddatum
- -
- Durchführungs- / Trägerorganisation
- KfW Bankengruppe (KfW) (XM-DAC-5-2)
- Trägerorganisation: Art
- 15
- Umsetzungspartner
- HASCHEMITISCHES KOENIGREICH VON JORDANIEN
- Sektoren übergeordnet
- Wasser und Abwasser/Abfallentsorgung
- Sektoren untergeordnet
- Sanitärversorgung und Abwassermanagement - große Systeme
- Evaluierung
- Nein
- Zugehörige Dokumente
- Projektinformation (Projektwebseite) URL: https://www.kfw-entwicklungsbank.de/ipfz/Projektdatenbank/Umwelt--Und-Klimaschonende-Klaerschlammentsorgung-47769.htm
- Aktuelle Datenversion vom
- 24.06.2026
Beschreibung
Aufgrund des hohen Bevölkerungswachstums in Jordanien und dem Ausbau der Abwasserreinigungskapazitäten steigt die Menge des anfallenden Klärschlamms stetig an. Bereits heute sind die wenigen bestehenden Klärschlammdeponien sowie die Lagerungsflächen an den Kläranlagen überlastet, sodass der Klärschlamm in den Klärbecken verbleibt oder nach teilweiser Trocknung auf Hausmülldeponien unsachgemäß verkippt wird. Dies führt zu einer Belastung der Umwelt und des Klimas. Es besteht die Gefahr des Einsickerns von Schadstoffen und Keimen in das Grundwasser, der Ausstoß von Treibhausgasen und einer eingeschränkten Betriebsfähigkeit der Kläranlagen. Außerdem bleiben bislang erhebliche Potenziale zur Treibhausgasminderung, Energierückgewinnung und Weiterentwicklung etablierter Behandlungsprozesse ungenutzt. Ziel des FZ-Moduls ist es einen Beitrag zu einer klimaschonenden Entsorgung und Verwertung von Klärschlamm zu leisten und somit zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und zum Schutze der Umwelt beizutragen.Dazu sind Maßnahmen zur weitergehenden Stabilisierung, sachgerechter Lagerung und Wiederverwertung von Klärschlamm geplant. Die Hauptmaßnahme ist der Bau mehrerer dezentraler Schlammbehandlungsanlage und Deponien. Darüber hinaus sollen alle Kläranlagen im Land mit Anlagen zur mechanischen Entwässerung ausgestattet werden, um das Transportaufkommen zu reduzieren. Im Rahmen eines Pilotprojektes soll die Anwendung von Klärschlamm als Düngemittel auf Weideland erprobt werden. An einem Standort soll der Bau von Glashäusern den Weg für zukünftige Weiterverwendung in der Industrie bereiten. Bereits in der Phase der Planung der Infrastruktur soll sichergestellt werden, dass alle Interessensvertreter einbezogen werden, insbesondere benachteiligte Gruppen. Hierfür soll im Rahmen von Stakeholder Engagement Sessions Frauen die Möglichkeit gegeben werden gezielt am öffentlichen Beteiligungsverfahren teilzunehmen und sich bei der Planung der Investition einzubringen.