Regionalvorhaben zur Überwindung von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) in Ostafrika
- IATI Maßnahmen-ID
- DE-1-202322121
- Maßnahmenstatus
- Laufend
- Land / Region
- Afrika
- Finanzierungsvolumen
- € 11.330.000,00
- Kofinanzierter Betrag
- € 0,00
- Gesamtausgaben/-auszahlungen
- € 5.390.779,93
- Noch verfügbar
- € 5.939.220,07
- Finanzier
- Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
- Finanzierungsart
- Zuschuss
- Laufzeit
- 01.01.2024 - 30.06.2027 (geplant)
- Startdatum
- 01.01.2024
- Geplantes Enddatum
- 30.06.2027
- Tatsächliches Enddatum
- -
- Durchführungs- / Trägerorganisation
- Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH (XM-DAC-5-52)
- Trägerorganisation: Art
- 15
- Umsetzungspartner
- lokale Partnerministerien
- Sektoren übergeordnet
- Staat und Zivilgesellschaft allgemein
- Sektoren untergeordnet
- Frauenrechtsorganisationen und -bewegungen sowie staatliche Institutionen; Überwindung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen
- Evaluierung
- Nein
- Zugehörige Dokumente
- Regional Project to prevent the female genital mutilation (FGM) at the Horn of Africa (Projektwebseite) URL: https://projectdata.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=en_GB&pn=202322121; Regionalvorhaben zur Überwindung von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) in Ostafrika (Projektwebseite) URL: https://www.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=de_DE&pn=202322121
- Aktuelle Datenversion vom
- 24.06.2026
Beschreibung
Ausgangssituation: In Äthiopien, Somalia, und Sudan ist weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation, FGM) weit verbreitet. FGM umfasst alle Verfahren, bei denen die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane ohne medizinische Notwendigkeit teilweise oder vollständig entfernt werden. Dies verletzt die Menschenrechte auf Gesundheit und körperliche Unversehrtheit schwer. Der Eingriff führt zudem häufig zu schweren physischen und psychischen Folgen ? beispielweise chronische Schmerzen, Infektionen, Geburtskomplikationen und Traumata. GM steht in enger Wechselwirkung mit vorherrschenden sozialen Normen, Geschlechterrollen sowie anderer geschlechtsbasierter Gewalt (GBV). Um FGM langfristig zu reduzieren, bedarf es daher eines gesellschaftlichen Wandels. Gesetze gegen FGM gibt es in Äthiopien seit 2005 und im Sudan seit 2020. Somalia arbeitet das Verbot derzeit aus. Jedoch sind die Anstrengungen von staatlichen und nichtstaatlichen Verantwortlichen zu FGM unsystematisch und unzureichend. Ziel: In Äthiopien, Somalia und Sudan setzen sich regionale, nationale und lokale Akteur*innen sowie Organisationen wirksam für den Wandel sozialer Normen ein, um weibliche Genitalverstümmelung und geschlechtsbasierte Gewalt zu reduzieren. Vorgehensweise: Das Vorhaben fördert staatliche und nichtstaatliche Institutionen in ihren Kompetenzen, im gemeinsamen Lernen sowie in der Vernetzung mit anderen Handlungsträger*innen. Gleichzeitig berät das Vorhaben die verantwortlichen nationalen Ministerien, soziale Normen effektiv zu verändern und somit FGM und GBV besser vorzubeugen. Das gelingt etwa mit Informations- und Aufklärungsaktionen. Das Vorhaben wirkt darauf hin, FGM langfristig in den politischen Agenden zu verankern. Es arbeitet eng mit gemeindebasierten Organisationen zusammen. Diese tragen durch lokale Sensibilisierungsmaßnahmen dazu bei, männerdominierte Strukturen aufzubrechen, in denen FGM und GBV verwurzelt sind.