Indigene Rechte und Territorien

IATI Maßnahmen-ID
DE-1-202322261
Maßnahmenstatus
Laufend
Land / Region
Brasilien
Finanzierungsvolumen
€ 3.000.000,00
Kofinanzierter Betrag
€ 0,00
Gesamtausgaben/-auszahlungen
€ 820.426,31
Noch verfügbar
€ 2.179.573,69
Finanzier
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
Finanzierungsart
Zuschuss
Laufzeit
01.10.2024 - 30.09.2027 (geplant)
Startdatum
01.10.2024
Geplantes Enddatum
30.09.2027
Tatsächliches Enddatum
-
Durchführungs- / Trägerorganisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH (XM-DAC-5-52)
Trägerorganisation: Art
15
Umsetzungspartner
Ministério dos Povos Indígenas
Sektoren übergeordnet
Staat und Zivilgesellschaft allgemein; Umweltschutz allgemein; Andere multisektorale Maßnahmen
Sektoren untergeordnet
Menschenrechte; Biodiversität; Ländliche Entwicklung
Evaluierung
Nein
Zugehörige Dokumente
Indigene Rechte und Territorien (Projektwebseite) URL: https://www.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=de_DE&pn=202322261; Indigenous rights and territories (Projektwebseite) URL: https://projectdata.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=en_GB&pn=202322261
Aktuelle Datenversion vom
24.06.2026

Beschreibung

Ausgangssituation: In Brasilien wurden Institutionen wie die nationale Behörde für indigene Völker (FUNAI) durch die Haushalts- und Personalkürzungen früherer Regierungen geschwächt. Dadurch sind Politiken, Gesetze und Instrumente abgebaut worden, die die Rechte indigener Völker und Territorien schützen. Zwischen 2017 und 2022 hat die Regierung kein einziges Indigenengebiet rechtlich anerkannt. 2023 richtete die Regierung das Ministerium für indigene Völker (MPI) ein und begann damit, die FUNAI schrittweise wieder aufzubauen. Beide Institutionen werden nun von indigenen Frauen geleitet. Indigene Völker übernehmen häufig selbst die Erstellung und Umsetzung von Umwelt- und Gebietsmanagementplänen (PGTAs) für ihre Territorien. Diese Pläne sind die Grundlage dafür, dass Brasiliens indigene Völker ihre Gebiete langfristig und selbstbestimmt verwalten, schützen und weiterentwickeln können. Allerdings mangelt es häufig an finanziellen Mitteln für die Durchführung der geplanten Maßnahmen und an personellen Ressourcen für die Erfüllung der administrativen Anforderungen. Ziel: Indigene Territorien in Brasilien sind sicher, ihre territoriale Unversehrtheit und die Rechte der indigenen Völker werden geschützt. Vorgehensweise: Zur Verwirklichung des Projektziels werden drei Handlungsfelder umgesetzt: -Organisationsentwicklung: Das Vorhaben Kompetenzen der Beschäftigten des MPI und der FUNAI zum wirksamen Schutz der indigenen Rechte und Territorien. -Verbesserung der Landregulierung: Das Vorhaben optimiert Prozesse, Informationssysteme und das Datenmanagement für Landregulisierung der Territorien. -Politikumsetzung: Das Vorhaben unterstützt die Umsetzung nationaler Politiken für indigene Belange, etwa der nationalen Politik zum Umwelt- und Gebietsmanagement indigener Territorien (PNGATI). Es erleichtert den direkten Zugang indigener Organisationen zu Finanzressourcen für die Umsetzung ihrer Managementpläne und fördert Lenkungs- und Koordinierungsgremien, in denen die Zivilgesellschaft vertreten ist.