Pacifico Integra - Wirtschaftliche Teilhabe von binnenvertriebenen Frauen, LSBTIQ-Personen und Frauen aus aufnehmenden Gemeinschaften in Kolumbien

IATI Maßnahmen-ID
DE-1-202440667
Maßnahmenstatus
Laufend
Land / Region
Kolumbien
Finanzierungsvolumen
€ 4.700.000,00
Kofinanzierter Betrag
€ 0,00
Gesamtausgaben/-auszahlungen
€ 1.366.821,49
Noch verfügbar
€ 3.333.178,51
Finanzier
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
Finanzierungsart
Zuschuss
Laufzeit
01.12.2024 - 30.11.2027 (geplant)
Startdatum
01.12.2024
Geplantes Enddatum
30.11.2027
Tatsächliches Enddatum
-
Durchführungs- / Trägerorganisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH (XM-DAC-5-52)
Trägerorganisation: Art
15
Umsetzungspartner
Agencia Presidencial de Cooperación Internacional de Colombia
Sektoren übergeordnet
Krisenprävention und Konfliktlösung, Frieden und Sicherheit
Sektoren untergeordnet
Zivile Friedensentwicklung, Krisenprävention und Konfliktlösung
Evaluierung
Nein
Zugehörige Dokumente
Pacifico Integra - Economic participation of internally displaced women, LGBTIQ people and women from host communities in Colombia (Projektwebseite) URL: https://projectdata.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=en_GB&pn=202440667; Pacifico Integra - Wirtschaftliche Teilhabe von binnenvertriebenen Frauen, LSBTIQ-Personen und Frauen aus aufnehmenden Gemeinschaften in Kolumbien (Projektwebseite) URL: https://www.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=de_DE&pn=202440667
Aktuelle Datenversion vom
24.06.2026

Beschreibung

Ausgangssituation: Mehr als 50 Jahre beherrschte ein bewaffneter Konflikt Kolumbien. Der Friedensvertrag aus dem Jahr 2016 zwischen der Guerilla-Organisation FARC und der kolumbianischen Regierung war ein Meilenstein in der Befriedung des Landes. Dennoch existieren Landesteile, in denen Ursachen für den Konflikt weiterhin bestehen – zum Beispiel ungleicher Zugang zu Land sowie fehlende staatliche Präsenz und Menschenrechtsverletzungen. Über acht Millionen Kolumbianer*innen mussten ihr Zuhause sowie Hab und Gut unfreiwillig aufgeben und wurden zu Vertriebenen im eigenen Land. Die meisten leben in Elendsvierteln an den Rändern der großen Städte und haben kaum Zugang zu staatlichen Dienstleistungen. Nur wenige erhalten angemessene psychosoziale Betreuung, um ihre oftmals traumatischen Erlebnisse – wie Mord, Entführung, Folter oder Vergewaltigung – zu verarbeiten. Ganz besonders binnenvertriebene Frauen und Angehörige von Minderheiten wie Afrokolumbianer*innenr, Indigene oder LSBTIQ+ Personen stehen vor großen Hürden, um Einkommen zu erwirtschaften. Viele arbeiten als Straßenverkäuferinnen oder in informellen Tätigkeiten oder können keine Arbeit aufnehmen, da sie Care-Arbeit für ihre Kinder leisten müssen. Oft führt fehlendes finanzielles Grundwissen zu weitreichenden Folgen wie z. B. Verschuldung Für einen beruflichen Neuanfang fehlt häufig Startkapital, um ein kleines Unternehmen gründen zu können. Ziel: Durch den bewaffneten Konflikt gewaltsam vertriebene Frauen sowie andere betroffene Personengruppen können ein sicheres Einkommen erwirtschaften, die Armut zu besiegen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Vorgehensweise: An die Bedürfnisse der Zielgruppe angepasste Leistungen wie Kleinstkredite, um Geschäfte zu gründen sowie berufliche Aus- und Weiterbildungen, Schulungen in finanzieller Grundbildung sowie Verbesserung des Angebotes an Kinderbetreuung ermöglichen die Aufnahme einer Tätigkeit. Durch zusätzliche Mittel können mehr Binnenvertriebene an psychosozialen Gruppensitzungen teilnehmen.