Gewaltprävention und MHPSS für gewaltbetroffene Menschen auf der Flucht und strukturell diskriminierte Bevölkerungsgruppen

IATI Maßnahmen-ID
DE-1-202440675
Maßnahmenstatus
Laufend
Land / Region
Libanon
Finanzierungsvolumen
€ 4.000.000,00
Kofinanzierter Betrag
€ 0,00
Gesamtausgaben/-auszahlungen
€ 945.236,74
Noch verfügbar
€ 3.054.763,26
Finanzier
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
Finanzierungsart
Zuschuss
Laufzeit
01.10.2024 - 30.09.2028 (geplant)
Startdatum
01.10.2024
Geplantes Enddatum
30.09.2028
Tatsächliches Enddatum
-
Durchführungs- / Trägerorganisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH (XM-DAC-5-52)
Trägerorganisation: Art
15
Umsetzungspartner
Ohne politischen Träger - Direkt mit Bevölkerung oder Nichtregierungsorganisationen (NGO)
Sektoren übergeordnet
Staat und Zivilgesellschaft allgemein; Krisenprävention und Konfliktlösung, Frieden und Sicherheit; Nichtübertragbare Krankheiten
Sektoren untergeordnet
Zivile Friedensentwicklung, Krisenprävention und Konfliktlösung; Überwindung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen; Förderung von psychischer Gesundheit und Wohlergehen
Evaluierung
Nein
Zugehörige Dokumente
Violence prevention and MHPSS for marginalized groups in Lebanon (Projektwebseite) URL: https://projectdata.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=en_GB&pn=202440675; Gewaltprävention und MHPSS für gewaltbetroffene Menschen auf der Flucht und strukturell diskriminierte Bevölkerungsgruppen (Projektwebseite) URL: https://www.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=de_DE&pn=202440675
Aktuelle Datenversion vom
24.06.2026

Beschreibung

Ausgangssituation: Im Libanon sind Frauen und Mädchen häufig von geschlechtsspezifischer Gewalt (gender-based violence, GBV) betroffen. Diese trifft aber auch marginalisierte Bevölkerungsgruppen wie Binnenvertriebene, Flüchtlinge und Migrant*innen. Infolgedessen sind psychische Belastungen weit verbreitet und es fehlt an systemisch verankerten, überlebendenzentrierten Ansätzen für mentale Gesundheit und psychosoziale Unterstützung (mental health and psychosocial support, MHPSS). Die politischen und wirtschaftlichen Krisen in der Region verschärfen die Situation zusätzlich. Zugleich haben viele strukturell diskriminierte Gruppen nur eingeschränkten Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdiensten. Ein großer Anteil der Fachkräfte ist nicht ausreichend in überlebendenzentrierten MHPSS-Ansätzen geschult. Ziel: Überlebendenzentrierte MHPSS-Ansätze zur Prävention und Reaktion auf Gewalt, einschließlich GBV, gegen marginalisierte Gruppen, sind im Libanon verankert. Vorgehensweise: Das Projekt fördert überlebendenzentrierte MHPSS-Ansätze durch gezielte Aktivitäten, die auf strukturelle Herausforderungen reagieren. Wesentliche Maßnahmen umfassen: Schulung und Kapazitätsaufbau: Fachkräfte im Bereich der psychischen Gesundheit und des Gesundheitswesens werden in überlebendenzentrierten MHPSS-Ansätzen geschult. Diese Schulungen sind so konzipiert, dass sie Teil der regulären Ausbildungsprogramme werden. Förderung innovativer Präventionsansätze: Das Projekt unterstützt fortschrittliche Ansätze wie den Active Bystander Ansatz. Dieser setzt auf die Aktivierung von Menschen im unmittelbaren Umfeld, um sicher zu intervenieren und Gewalt zu verhindern. Gemeindebasierte Versorgung und Prävention: Überlebende von GBV werden in primären Gesundheitszentren (primary health care centres, PHCCs) direkt unterstützt. Männer werden in präventive Aktivitäten zum Abbau von Gewalt und sozialen Spannungen einbezogen.