Projekt zur Abschaffung von FGM und zur Stärkung der Rolle von Mädchen (SAFEGIRL)

IATI Maßnahmen-ID
DE-1-202506004-8405
Maßnahmenstatus
Laufend
Land / Region
Sierra Leone
Finanzierungsvolumen
€ 999.975,00
Kofinanzierter Betrag
€ 0,00
Gesamtausgaben/-auszahlungen
€ 397.703,00
Noch verfügbar
€ 602.272,00
Finanzier
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
Finanzierungsart
Zuschuss
Laufzeit
01.10.2025 - 30.09.2028 (geplant)
Startdatum
01.10.2025
Geplantes Enddatum
30.09.2028
Tatsächliches Enddatum
-
Durchführungs- / Trägerorganisation
Engagement Global gGmbH
Trägerorganisation: Art
22
Umsetzungspartner
Terra Tech Förderprojekte
Sektoren übergeordnet
Staat und Zivilgesellschaft allgemein; Finanzwesen; Sonstige soziale Infrastruktur und Dienste
Sektoren untergeordnet
Frauenrechtsorganisationen und -bewegungen sowie staatliche Institutionen; Überwindung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen; Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten; Informelle und halbformelle Finanzintermediäre
Evaluierung
Nein
Zugehörige Dokumente
-
Aktuelle Datenversion vom
24.06.2026

Beschreibung

Die weibliche Genitalvertümmelung (FGM) ist in Sierra Leone eine weit verbreitete und tief verwurzelte kulturelle Tradition, deren rituelle Durchführung durch den Bondo-Orden, eine mächtige weibliche Bruderschaft, organisiert wird. Insgesamt haben etwa 89% der Frauen und Mädchen zwischen 15 und 49 Jahren in Sierra Leone diese Praxis durchlebt. Der mangelnde Zugang zu Bildung und Gesundheitsaufklärung sowie die wirtschaftliche Abhängigkeit der Soweis, die die FGM-Praxis ausüben und dadurch Geld verdienen, tragen zur Aufrechterhaltung der Praxis bei. Um FGM nachhaltig zu bekämpfen, liegt ein Fokus in der Stärkung und Kapazitätsentwicklung von Netzwerken junger Frauen, die durch Schulungen und organisatorische Unterstützung dazu befähigt werden, sich aktiv gegen FGM in Sierra Leone einzusetzen. Darüber hinaus soll das Bewusstsein für FGM geschärft und Verhaltensänderungen durch verschiedene digitale Initiativen, öffentliche Kampagnen, Debatten und Versammlungen gefördert werden. Zuletzt werden alternative Einkommensmöglichkeiten für die Soweis durch Workshops, Ausbildung, finanzielle Unterstützung und Mentorenprogramme geschaffen, um diese beim Ausstieg aus der FGM-Praxis zu unterstützen.