Prävention der Rekrutierung von Kindern und Jugendlichen durch bewaffnete Gruppen und von geschlechtsspezifischer Gewalt in Kolumbien.

IATI Maßnahmen-ID
DE-1-202506004-8453
Maßnahmenstatus
Laufend
Land / Region
Kolumbien
Finanzierungsvolumen
€ 1.048.489,00
Kofinanzierter Betrag
€ 0,00
Gesamtausgaben/-auszahlungen
€ 182.015,00
Noch verfügbar
€ 866.474,00
Finanzier
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (DE-1)
Finanzierungsart
Zuschuss
Laufzeit
01.11.2025 - 30.04.2028 (geplant)
Startdatum
01.11.2025
Geplantes Enddatum
30.04.2028
Tatsächliches Enddatum
-
Durchführungs- / Trägerorganisation
Engagement Global gGmbH
Trägerorganisation: Art
22
Umsetzungspartner
Don Bosco Mondo e.V. Jugend.Hilfe.Weltweit
Sektoren übergeordnet
Staat und Zivilgesellschaft allgemein; Sekundarbildung; Krisenprävention und Konfliktlösung, Frieden und Sicherheit
Sektoren untergeordnet
Menschenrechte; Kindersoldaten (Prävention und Demobilisierung); Berufliche Bildung
Evaluierung
Nein
Zugehörige Dokumente
-
Aktuelle Datenversion vom
24.06.2026

Beschreibung

Die Rekrutierung von Kindern und Jugendlichen durch illegale bewaffnete Gruppen bleibt in Kolumbien ein hoch relevantes Problem. Im Jahr 2024 waren offiziell 463 Minderjährige betroffen, knapp die Hälfte davon aus indigenen Gemeinschaften. Besonders in Antioquia, Cauca und Valle del Cauca kontrollieren kriminelle Organisationen ganze Landstriche aufgrund strategischer Drogenhandelsrouten. Durch den bewaffneten Konflikt und patriarchalische Strukturen verschärft sich zudem die geschlechtsspezifische Gewalt, was Frauen unter anderem daran hindert, an Friedenskonsolidierungsprozessen teilzunehmen. Das Projekt setzt sich deshalb dafür ein, junge Menschen zu stärken, lokale Gemeinschaften zu befähigen präventiv zu wirken und ehemaligen Mitgliedern bewaffneter Gruppen neue Perspektiven zu bieten. Durch gezielte Ausbildung befähigt es Frauen als Multiplikatorinnen für die Friedenskonsolidierung, fördert die berufliche Qualifizierung und Arbeitsmarktintegration junger Menschen und trägt zur Gleichstellung der Geschlechter bei - mit dem Ziel, die Ursachen und Folgen der Rekrutierung Minderjähriger nachhaltig zu bekämpfen.